iPhone Duo: Displays fallen früh aus, Apple spricht von Einzelfällen
Erste Käufer des 2.000-Dollar-Falthandys iPhone Duo melden Linien im Innendisplay nach wenigen Stunden. Apple spricht von einer kleinen Zahl betroffener Geräte.

Eine Woche nach dem Marktstart hat Apples erstes faltbares Smartphone ein Hardwareproblem. Bei einigen Exemplaren des iPhone Duo, das ab 2.000 Dollar kostet, wird das innere OLED-Display schon nach Stunden oder sogar Minuten beschädigt. Bilder der Defekte verbreiten sich im Netz.
Das Schadensbild ist nahezu identisch: Mehrere helle Linien beginnen knapp unterhalb der Bildschirmmitte und reichen bis zum unteren und rechten Rand. Teils zeigen sich zudem Linien toter Pixel entlang der Falz. Solche Muster deuten auf beschädigte Displayschichten hin, sodass Pixel dauerhaft maximal hell oder komplett schwarz bleiben. Helfen kann nur ein neues OLED-Panel, das Berichten zufolge etwa die Hälfte des Gerätepreises kostet.
Mögliche Ursache
Apple liefert keine technische Erklärung, doch iFixit hat ein Gerät zerlegt und per CT-Scan untersucht. Betroffene berichten von ungewöhnlichem Widerstand und teils einem Klicken beim Schließen, danach erscheinen die Linien. Laut iFixit beginnt der Defekt unterhalb der Stelle, an der das Flachbandkabel durch das Scharnier läuft. Dort ändert sich die Breite der Stützmechanik, was auf eine mechanische Fehlausrichtung hindeutet.
Die Vermutung: Eine Stützleiste im verengten Abschnitt klemmt und sinkt nicht weit genug ab, um die tropfenförmige Biegung des Displays beim Schließen aufzunehmen. Das belastet das Panel. Auch der YouTuber CuriousHagi nennt diese Stelle und vermutet, ein dünneres Gelenkteil breche oder hafte an der Stützplatte. Stimmt das, lässt sich der Ausfall bei einem betroffenen Gerät nicht verhindern.
Apples Reaktion
In einer Stellungnahme erklärt Apple, die Resonanz früher Nutzer sei sehr positiv; man kenne ein Problem mit dem Innendisplay bei „einer kleinen Zahl“ von Geräten. Betroffene sollten sich an AppleCare wenden, um ein Ersatzgerät zu erhalten. Apples Alex Kirschner soll gesagt haben, der Fehler zeige sich schnell, Käufer müssten also keine versteckten Zeitbomben fürchten.
Das wahre Ausmaß ist unklar. Schon eine niedrige Ausfallquote kann viele Social-Media-Meldungen erzeugen. Auch Samsung verschob 2019 das erste Galaxy Fold, nachdem Partikel ins Scharnier gelangt waren. Manche Kunden erhielten im Apple Store Ersatz, doch Austauschgeräte könnten derzeit knapp sein.
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