Meta-KI-Direktor Rohit Patel verlässt Meta für Office-Rivalen Ndoc
Nach acht Jahren bei Meta gründet Rohit Patel das Startup Ndoc, einen KI-nativen Arbeitsbereich als Alternative zu Microsoft Office und Google Workspace.

Rohit Patel, bisher Director bei Meta Superintelligence Labs, verlässt Meta nach acht Jahren und startet Ndoc. Das Startup soll ein KI-nativer Ersatz für Microsoft Office und Google Workspace werden. Bei Meta arbeitete Patel an der Bewertung von KI-Systemen und an Reinforcement Learning.
Damit reiht er sich in eine Serie prominenter Abgänge ein, zu denen Chief Global Affairs Officer Joel Kaplan, KI-Forscher Andrew Tulloch und Emily Dalton Smith, Produktchefin für AI-for-Work, zählen.
Ein Arbeitsbereich statt vieler Tools
Ndoc soll das Nebeneinander von Excel, Word, PowerPoint, Tableau, Replit und Copy-and-paste aus ChatGPT ersetzen. Drei Tabs sind in einer Oberfläche vereint: „Stage“ zeigt Präsentationen, Dashboards, Simulationen oder Mini-Apps, „Narrative“ enthält Analysen, nummerierte Quellenangaben und erzeugte Grafiken, „Model“ beherbergt Datensätze und Python-Skripte.
Das Konzept spiegelt Patels Schwerpunkt auf vertrauenswürdiger KI wider. Nutzer können die Python-Skripte hinter einem Dokument einsehen und den Chat fragen, was ein Skript tut oder in welcher Zeile eine Formel steckt. „Hier ist nichts hinter dem Vorhang versteckt“, sagt Patel. Man kann einen Datensatz hochladen, eine Analyse samt Text anfordern und Zielgruppe, Tonalität und Gedächtnis festlegen. Kollegen können Dokumente auch ohne Ndoc-Konto öffnen.
Laut Patel läuft Ndoc auf einer Mischung aus Open-Source-Modellen, die er selbst aufgebaut und feinjustiert hat; dadurch sei der Betrieb deutlich günstiger als bei Lösungen auf Basis von Frontier-Modellen. Dokumente lassen sich als einzelne „.ndoc.html“-Datei exportieren, die in jedem Browser läuft. Dieses Format will er als Open Source freigeben.
Große Wette eines kleinen Teams
Das Team besteht aus drei Personen, Geld von Investoren gibt es bisher nicht. Patel will erst Kapital einsammeln, wenn Nutzer das Produkt nachweislich schätzen. OpenAI, Anthropic, Meta, SpaceXAI und Google bieten Unternehmenswerkzeuge an, die sich in bestehende Office-Anwendungen einklinken; OpenAI startete im vergangenen Monat Space, einen gemeinsamen Arbeitsbereich in ChatGPT. Patel räumt ein, Space könne eine Gefahr sein, hält den Ansatz der Labs aber für falsch, weil sie KI nur an Tabellen anflanschten. Konnektoren sollen den Umstieg erleichtern, indem sie Daten aus bestehenden Tools importieren.
Ndoc startet einen Pilotversuch mit Unternehmen und öffnet eine Alpha-Version für eine begrenzte Zahl von Kunden von der Warteliste. Die Anmeldung ist kostenlos, bezahlt werden Nutzung und Tokens. Eine Beta soll in den kommenden Wochen folgen, der vollständige Start ist für nächstes Jahr geplant.
Mehr von diesem Tag
Alle anzeigen →
Acer Predator Atlas 8: Handheld startet am 1. November für 1.300 Dollar

CF Benchmarks startet CFB Oracle für Indexdaten on-chain

Kimi K3.1 Pro: Moonshot AI setzt US-Labore mit Open-Weight-Modell unter Druck
