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Krypto·1 Min. Lesezeit

CF Benchmarks startet CFB Oracle für Indexdaten on-chain

CF Benchmarks, Tochter von Kraken-Mutter Payward, stellt die Kursindizes hinter Produkten von BlackRock und CME Group nun über das neue CFB Oracle für Blockchain-Apps bereit.

Digital price charts and blockchain network nodes representing financial benchmark data delivered onchain.
Bild: coindesk.com

CF Benchmarks, ein Unternehmen im Besitz von Payward, dessen Indizes dem Bitcoin-ETF von BlackRock und den Krypto-Futures der CME Group zugrunde liegen, hat mit CFB Oracle einen Dienst gestartet, der seine Marktdaten für Blockchain-Anwendungen bereitstellt.

Das Oracle deckt Benchmarks für Kryptowährungen, Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Währungen ab. Es läuft auf Ethereum, HyperEVM und Robinhood Chain; weitere kompatible Netzwerke sollen folgen.

Was Entwickler bekommen

Entwickler sollen On-Chain-Indexfonds, tokenisierte Portfolios und Derivate bauen können, ohne eigene Preissysteme zu entwickeln. Das Unternehmen nennt zwei Beispiele: Ein Blockchain-Fonds mit tokenisierten Aktien braucht verlässliche Kurse, um sein Portfolio zu bewerten. Eine Kreditplattform, die tokenisierte Anleihen als Sicherheit akzeptiert, benötigt sie, um Kreditlimits festzulegen und Liquidationen auszulösen.

Laut CF Benchmarks sind die Daten digital signiert, sodass Anwendungen prüfen können, ob die Preise vom Unternehmen stammen und nicht verändert wurden. Jeder Index wird zudem für alle Kunden in gleicher Frequenz veröffentlicht; schnellerer Zugang kostet nicht extra. Die Indizes werden nach Firmenangaben bereits in Produkten mit mehr als 120 Milliarden US-Dollar Vermögen genutzt.

CFB Oracle legt selbst keine Fonds auf und wickelt keine Trades ab. Der Dienst liefert ausschließlich die Referenzpreise, auf die solche Produkte angewiesen sind.

Wettbewerb und erster Einsatz

Payward will zu den ersten Nutzern gehören. Die Kraken-Muttergesellschaft plant, CFB Oracle für die Preisdaten eines kommenden US-Angebots für Perpetual Futures auf Basis von Hyperliquid zu nutzen. Dafür steht die behördliche Genehmigung noch aus.

Damit tritt CF Benchmarks gegen etablierte Oracle-Anbieter wie Chainlink und Pyth an, die dezentrale Handels- und Kreditplattformen bereits mit Marktdaten versorgen. Das Argument: Dieselben Benchmarks, denen große Finanzinstitute vertrauen, stehen nun auch DeFi zur Verfügung, während immer mehr Firmen klassische Anlageprodukte auf Blockchains anbieten wollen.

Schlagwörter:cf benchmarkscfb oraclepaywardkrakenoraclestokenization

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