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Wirtschaft·2 Min. Lesezeit

Oura verklagt Ultrahuman erneut wegen des Smart Rings Ring Pro

Oura geht vor einem Bundesgericht in Texas erneut gegen Ultrahuman vor und will den Verkauf des überarbeiteten Ring Pro in den USA stoppen.

A close-up of a smart ring on a table beside a gavel, symbolizing a patent dispute between two wearable makers.
Bild: Engadget

Oura hat Ultrahuman zum zweiten Mal verklagt. Diesmal geht es um den Ring Pro, den überarbeiteten Smart Ring, den Ultrahuman in den USA verkauft. Die Klage vor einem Bundesgericht in Texas wirft dem Konkurrenten die Verletzung von zwei Oura-Patenten zu Design und internen Komponenten vor. Oura fordert Schadenersatz und einen Verkaufsstopp.

Ein ganz neues Patent

Eines der Patente mit der Nummer 12,769,363 wurde erst zwei Tage vor Einreichung der Klage erteilt. Es scheint ein Smart-Ring-Design mit Gehäuse, Akku und bestimmten internen Bauteilen breit abzudecken. Als Beklagte nannte Oura außerdem SVTronics. Das Unternehmen fertigt den Ring Pro im texanischen Plano für den US-Markt im Auftrag von Ultrahuman.

In einem Blogbeitrag erklärte Oura, Ultrahuman habe nach der Feststellung einer Patentverletzung einen veränderten Ring vorgestellt und behauptet, dieser verletze keine Patente mehr. „Diese Behauptung ist falsch“, schreibt Oura. Der neue Ring nutze weiterhin viele patentierte Innovationen.

Vorgeschichte

Vergangenes Jahr setzte sich Oura gegen Ultrahuman durch: Die US-Handelskommission ITC stellte fest, dass der Ring Air mehrere Oura-Patente verletzt, woraufhin ein US-Verkaufsverbot folgte. In Europa und anderen Märkten wird der Ring Air weiter verkauft. Ultrahuman überarbeitete den Ring als Ring Pro und erhielt Anfang des Jahres die Freigabe der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde.

Ultrahuman kündigte an, sich zu wehren, und betont, der Ring Pro sei weiterhin in den USA erhältlich. Ein Sprecher verwies darauf, dass die Behörde festgestellt habe, der Ring Pro verletze das im früheren Verfahren geprüfte Oura-Patent nicht. Oura mache nun andere Patente geltend, darunter eines, das zwei Tage vor der Klage erteilt wurde. Man werde die eigene Position entschieden verteidigen.

Warum das wichtig ist

Der Fall zeigt, wie konsequent Oura seine Stellung im Markt für Smart Rings verteidigt. Das finnische Unternehmen liegt zudem im Patentstreit mit Samsung, das Oura 2024 vorsorglich wegen des Galaxy Ring verklagt hatte; Oura reichte danach selbst Klage ein. Für Käufer entscheidet sich nun, ob Ultrahumans aktueller Ring in den USA erhältlich bleibt.

Schlagwörter:ouraultrahumanring prosmart ringpatent lawsuit

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