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Raumfahrt·2 Min. Lesezeit

SpaceX lehnt drei Space-Force-Starts ab, Rivalen fehlen

SpaceX hat drei Missionen der Space Force abgelehnt, und kein anderer Anbieter sprang ein. Zugleich rückt PLD Spaces Miura 5 der Endintegration näher.

A Falcon 9 rocket stands on a launch pad at sunrise ahead of a mission.
Bild: Ars Technica

SpaceX hat es abgelehnt, drei künftige Satellitenmissionen der US Space Force zu starten, und auch kein anderes Raketenunternehmen bot an, sie zu übernehmen. Die Missionen standen im Programm National Security Space Launch; zwei davon betreffen die Space Development Agency.

Die Behörde baut ein Netz aus Hunderten Militärsatelliten in niedriger Erdumlaufbahn auf, das Datendienste sowie Raketenwarnung und -verfolgung liefern soll. Brig. Gen. Eric Zarybnisky, kommissarischer Portfolio Acquisition Executive der Space Force, räumte Anlaufschwierigkeiten ein, da die Nachfrage nach Raketen steigt: „Vorübergehend müssen wir einige Dinge klären, während neue Anbieter an den Start gehen.“ SpaceX unterschreibt laut Bericht für Kunden aller Art keine neuen Verträge für Falcon 9 und Falcon Heavy mehr. United Launch Alliance und Blue Origin kämpfen derzeit mit Rückschlägen bei ihren Raketen; Zarybnisky zeigt sich zuversichtlich, dass sie die technischen Probleme lösen.

Spanien und Kanada setzen auf eigene Raketen

In Europa nähert sich PLD Spaces Miura 5 der Endintegration. Es ist eine von drei bereits gebauten Miura 5; die beiden anderen dienen der Qualifizierung wichtiger Systeme, sagte CEO Raúl Torres am 19. Oktober. Eine zweite Stufe ist vollständig integriert und befindet sich in der Teststätte Teruel zur Qualifizierung, inklusive Wet Dress Rehearsal und statischem Heißtest. Der Erstflug der Kleinraketen-Trägerrakete soll vor Mitte 2027 stattfinden.

In Kanada will das Startup Reaction Dynamics 350 Millionen Dollar einsammeln, um von 68 auf über 350 Beschäftigte zu wachsen. Geplant sind die kleine Aurora (Orbit 2028) und die mittelschwere Borealis mit 6 Tonnen Nutzlast in den niedrigen Erdorbit bis 2031. „Wir glauben, dass Kanada den Orbit zu eigenen Bedingungen erreichen können sollte“, sagte Gründer und CEO Bachar Elzein. Beide Termine gelten als sehr ehrgeizig.

Weitere Starts

Rocket Lab bereitet den 98. Electron-Start vor, mit drei HAWK-Satelliten für HawkEye 360, frühestens am 23. Oktober um 07:00 UTC. Japan startete zudem die 578 Millionen Dollar teure Mission Martian Moons eXploration auf einer H3-Rakete: Fünf Jahre dauert die Reise zur Landung auf Phobos und zur Rückführung von Proben.

Der Fall zeigt, wie knapp die US-Startkapazität ist, solange neue Mittelklasse-Raketen wie Stoke Spaces Nova, Relativity Spaces Terran R, Rocket Labs Neutron und die Eclipse von Firefly und Northrop Grumman noch in Entwicklung sind.

Schlagwörter:spacexspace forcepld spacemiura 5reaction dynamicsrocket lab

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