Apple schließt sieben Stores in Frankreich vor neuen Protesten
Apple hat sieben Stores in Frankreich geschlossen, darunter alle drei in Paris. Eine Woche nach Plünderungen in zwei Filialen drohen neue Demonstrationen.

Apple hat heute sieben seiner Stores in Frankreich geschlossen. Das Land rechnet mit einer weiteren Protestwelle, eine Woche nachdem Plünderer zwei Filialen des Unternehmens ins Visier genommen hatten.
Betroffen sind alle drei Pariser Stores: Champs-Élysées, Opéra und Marché Saint-Germain. Laut Apples Website bleiben am Samstag außerdem Bordeaux Sainte-Catherine, Lille, Straßburg und Aix-en-Provence geschlossen. Zuerst aufgefallen war das dem französischen Portal MacGeneration.
Vorsichtsmaßnahme nach den Plünderungen
Die Schließungen dienen offenbar dem Schutz von Mitarbeitern und Geschäften. Alle sieben Standorte haben Eingänge direkt zur Straße. Apple-Stores in Einkaufszentren sollen in dieser Zeit regulär öffnen.
Die Stores in Lille und Bordeaux waren bei den Unruhen am 17. Oktober geplündert worden, als in ganz Frankreich zahlreiche Geschäfte angegriffen wurden. Die Proteste richten sich laut Associated Press gegen steigende Lebenshaltungskosten und schlechte Bedingungen an Schulen. Hunderttausende sollen an dem Tag friedlich demonstriert haben, in mehreren Städten kam es jedoch zu Gewalt und Plünderungen.
Nach den Plünderungen tauchten Berichte über gestohlene iPhones auf, die eine Meldung anzeigen: Die Geräte seien deaktiviert und würden verfolgt, sie sollten an den jeweiligen Store zurückgegeben werden. Ein von Le Signal geteiltes Video zeigt diese Nachricht angeblich.
So geht es weiter
Für Sonntag nennt Apple für die drei Pariser Stores sowie Bordeaux Sainte-Catherine und Aix-en-Provence Öffnungszeiten von 12 bis 18 Uhr. Die Stores in Lille und Straßburg bleiben am Sonntag geschlossen und öffnen am Montag wieder.
Kunden sollten vor einem Besuch die Seite des jeweiligen Stores prüfen, da sich die Zeiten je nach Verlauf der Proteste ändern können.
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