Apple muss in Australien alternative App Stores auf dem iPhone zulassen
Ein australisches Bundesgericht verpflichtet Apple, ab dem 1. März 2027 alternative App Stores und Sideloading auf dem iPhone zuzulassen. Epic Games feiert einen Erfolg.

Apple muss auf dem iPhone in Australien alternative App Stores und Sideloading erlauben. Das hat der Federal Court of Australia entschieden, wie GSMArena berichtet. Die Pflicht gilt ab dem 1. März 2027. Eine Verlängerung bis zum 3. Mai ist denkbar, muss aber vom Gericht genehmigt werden.
Die Anordnung baut auf dem Urteil des Vorjahres auf: Damals stellte ein australisches Gericht fest, dass Apple und Google gegen lokales Wettbewerbsrecht verstoßen haben. Auslöser des Streits war der Wunsch von Epic Games, in Fortnite ein alternatives Bezahlsystem zu nutzen. Daraufhin entfernten beide Konzerne das Spiel aus ihren Stores, weil Epic V-Bucks, die Ingame-Währung, darüber abrechnete.
Was Apple ändern muss
Neben alternativen App Stores und der Installation von Apps über Websites muss Apple alternative Zahlungsoptionen einschließlich externer Zahlungslinks erlauben. Zudem soll der Konzern seine Gebühren auf alternative Vertriebs- und Zahlungswege begrenzen und weitere Hürden abbauen, etwa die für Drittanbieter-Stores nötigen Schnittstellen öffnen. Die Regeln betreffen Nutzer mit australischem Konto.
Apple kündigte gegenüber Reuters an, Berufung einzulegen.
Einordnung im internationalen Vergleich
Alternative App Stores sind bereits in der EU, in Brasilien und in Japan erlaubt, wobei Epic mit der Umsetzung in der EU weiterhin unzufrieden ist. In den USA sind alternative Stores nicht zugelassen, Entwickler dürfen aber externe Zahlungslinks zeigen und andere Bezahloptionen anbieten.
Für iPhone-Nutzer in Australien bedeutet das mehr Auswahl bei der Bezugsquelle von Apps und womöglich andere Preise. Fortnite soll bald in den australischen App Store zurückkehren. Wegen der angekündigten Berufung können sich Umfang und Zeitplan der Änderungen noch verschieben.
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