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Google Agent Compute Engine: Gemini-Agenten-Infrastruktur für die Cloud

Google öffnet die Infrastruktur hinter den Gemini-Agenten noch in diesem Jahr als Preview für Cloud-Kunden. Jeder KI-Agent erhält eine eigene, hardwareisolierte microVM.

Illustration of isolated microVM sandboxes running AI agents inside a Google Cloud data center.
Bild: The New Stack

Google macht die Infrastruktur hinter seinen Gemini-Agenten für Google-Cloud-Kunden verfügbar. Agent Compute Engine wurde auf der AGNTCon+MCPCon der Linux Foundation in San Jose vorgestellt und soll noch in diesem Jahr als Preview starten, berichtet The New Stack.

Der Dienst gibt jedem KI-Agenten eine hardwareisolierte microVM, die laut Google die Geschwindigkeit von Containern mit der Sicherheit einer Sandbox verbindet. Ursprünglich entstand sie als interne Infrastruktur für Gemini, Antigravity und Googles eigene Trainingspipelines. Agentische Workloads zählen laut Google inzwischen zu den am schnellsten wachsenden Verbrauchern von Rechen- und Speicherkapazität im Konzern.

Sicherheit als Ausgangspunkt

In einem technischen Beitrag erklären die Google-Ingenieure Rohit Jnagal und Ramanathan Venkatapathy, klassische VMs seien beim Starten und Fortsetzen zu langsam für Agenten, Container böten dagegen nicht die Isolation und Root-Kontrolle, die manche Agenten brauchen. Agent Compute Engine stellt jedem Agenten einen persistenten, abgeschotteten Rechner bereit, auf dem er Shell-Skripte ausführt, einen Headless-Browser nutzt und Code schreibt, teils in Schleifen über Wochen. Nach einem Tool-Aufruf wird die microVM per Checkpoint gesichert und verbraucht bis zum nächsten Aufruf keine aktiven Ressourcen.

Jede Sitzung läuft in einer Single-Tenant-microVM mit speichersicherer Umsetzung und eigenem Gast-Kernel. Weder im Arbeitsspeicher noch auf der Platte liegen Geheimnisse; die einzige Identität ist kurzlebig und an die Sitzung gebunden. Es gibt keine Standard-Netzwerkschnittstelle: Der Verkehr läuft über einen Proxy außerhalb der Sandbox, wo Googles Agent Gateway Delegation und Identität prüft und erst dann Zugangsdaten ergänzt. Grundlage sind Cloud Hypervisor sowie Googles Sicherheitsplattform Titan und Titanium IPU. Die Leitregel: Man nimmt an, dass ein Angreifer alles in der Sandbox kontrolliert, und sorgt dafür, dass er dort nichts Nutzbares findet.

Ein umkämpfter Markt

Agenten-Sandboxes sind nicht neu: E2B und Daytona bieten sie an, AWS hat Bedrock AgentCore. Auch Google hat bereits eine verwaltete Agent Sandbox auf GKE. Agent Compute Engine zielt zusätzlich auf Evaluierungsschleifen, Benchmarking und Reinforcement Learning in großem Maßstab.

Wer Kubernetes bevorzugt, kann Agent Substrate nutzen, eine im Mai angekündigte Open-Source-Laufzeit für GKE. Google nennt bis zu zehnmal höhere Dichte als bei klassischer Compute-Infrastruktur und berichtet von 500 Aktivierungen pro Sekunde bei 200.000 Agenten, die in unter einer halben Sekunde pausieren und fortsetzen.

Schlagwörter:google cloudagent compute enginegeminiai agentsmicrovmsandbox

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