SpaceX will 80.000 Mobilfunkstandorte für eigenen Netzbetrieb
SpaceX verhandelt Berichten zufolge mit Crown Castle über mindestens 80.000 Funkstandorte, um in den USA gegen Verizon, T-Mobile und AT&T anzutreten.

SpaceX plant den Zugriff auf mindestens 80.000 Mobilfunkstandorte in den USA. Damit will das Unternehmen direkt gegen Verizon, T-Mobile und AT&T antreten. Nach Angaben von Insidern verhandelt SpaceX dazu mit Crown Castle, einem der größten Funkturmbetreiber des Landes.
Ein solcher Deal würde SpaceX Zugang zu etwa der Hälfte der derzeit rund 158.500 aktiven Mobilfunktürme in den USA verschaffen, so Zahlen von Reuters. Geplant ist, ein terrestrisches Turmnetz mit der Direct-to-Cell-Satellitenkonstellation des Unternehmens zu kombinieren.
Crown Castle hält sich bedeckt
Auf die Frage nach einer möglichen Partnerschaft mit SpaceX, Amazon oder anderen Satellitendiensten wollte Crown-Castle-Chef Chris Hillabrant in der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen am Mittwoch keine Kundendetails nennen. „Sie können davon ausgehen, dass wir mit allen Parteien sprechen“, sagte er.
Mehrere Schritte in kurzer Zeit
Bereits Anfang des Monats hatte SpaceX ein Portfolio an Low-Band-Frequenzlizenzen erworben und von der FCC die Genehmigung erhalten, 15.000 verbesserte V2-Satelliten für Starlink Mobile zu betreiben. Laut SpaceX ebnet dies den Weg dafür, dass Starlink Mobile zu einem „großen“ Netzbetreiber in den USA wird.
Bereits im vergangenen Jahr kaufte SpaceX von EchoStar 2-GHz-Spektrum für 17 Milliarden US-Dollar.
Warum das wichtig ist
Satellitenempfang diente bisher meist als Notlösung in Gebieten ohne Netz. Die Kombination aus Türmen, Frequenzen und Satelliten könnte SpaceX einem klassischen landesweiten Netzbetreiber deutlich näherbringen und die drei etablierten Anbieter unter Druck setzen.
Eine Vereinbarung wurde bislang nicht verkündet. Details zu Preisen und Zeitplan sind nicht bekannt. Crown Castles Aussage deutet darauf hin, dass das Unternehmen für mehrere Satelliten- und Mobilfunkpartner offen ist; der Ausgang der Gespräche bleibt daher ungewiss.
Mehr von diesem Tag
Alle anzeigen →
Oracle sagt Partnern für KI-Vertrieb 1 Mrd. Dollar in vier Jahren zu

Ethereum verschiebt Glamsterdam-Start auf Hoodi-Testnet

Moderna und Merck: Melanom-Impfstoff senkt Rückfallrisiko um 42 %
