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Krypto·1 Min. Lesezeit

Ethereum verschiebt Glamsterdam-Start auf Hoodi-Testnet

Der Glamsterdam-Test auf dem Hoodi-Testnet verzögert sich: ChainSecurity fand 13 reale Smart Contracts, die von den geplanten Gas-Änderungen betroffen sein könnten.

Ethereum logo over lines of smart contract code with a warning symbol, illustrating a delayed network upgrade.
Bild: Cointelegraph

Das Ethereum-Upgrade Glamsterdam verzögert sich bereits in der Testphase: Der Start auf dem Hoodi-Testnet wurde aus Sicherheitsgründen verschoben. Anlass sind geplante Änderungen an der Gas-Berechnung.

Das Sicherheitsunternehmen ChainSecurity gibt an, 13 reale Beispiele für Smart Contracts identifiziert zu haben, die von den Gas-Änderungen in Glamsterdam betroffen sein könnten. Laut der Firma koordiniert sie nun eine verantwortungsvolle Offenlegung („Responsible Disclosure“) mit den betroffenen Projekten. Die Details gehen also zunächst vertraulich an die Teams, damit diese reagieren können, bevor die Ergebnisse öffentlich werden.

Warum Gas-Änderungen heikel sind

Gas ist die Einheit, die den Rechenaufwand für Operationen auf Ethereum misst. Smart Contracts werden häufig mit bestimmten Annahmen über diese Kosten geschrieben. Ändern sich die Kosten einer Operation, kann Code, der auf den alten Werten beruht, anders reagieren als von den Entwicklern beabsichtigt. Deshalb werden Vorschläge zur Neubepreisung von Auditoren besonders genau geprüft.

Die 13 konkreten Fälle deuten darauf hin, dass das Risiko nicht nur theoretischer Natur ist. Welche Projekte betroffen sind, welche Fehlerbilder auftreten könnten und wie gravierend die Folgen wären, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Solche Einzelheiten werden während der Offenlegung zurückgehalten.

Folgen für die Roadmap

Hoodi ist eines der öffentlichen Testnetzwerke, auf denen Ethereum-Upgrades erprobt werden, bevor sie das Hauptnetz erreichen. Die Verschiebung gibt Entwicklern und betroffenen Teams Zeit, die Befunde zu bewerten und zu entscheiden, ob Anpassungen auf Protokollebene oder Korrekturen an den Verträgen nötig sind.

Für Entwickler und Nutzer heißt das praktisch: Teams mit gaskostensensiblen Verträgen sollten ihren Code anhand der geplanten Änderungen prüfen. Ein neuer Termin für den Hoodi-Start ist in den vorliegenden Informationen nicht bestätigt. Der Zeitplan für das Mainnet-Upgrade hängt davon ab, wie die Offenlegung und mögliche Korrekturen verlaufen.

Schlagwörter:ethereumglamsterdamhoodichainsecuritysmart contractsgas

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