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Readwise Books: Neue App fordert Amazons Kindle und Goodreads heraus

Readwise startet mit Readwise Books einen E-Book-Shop mit Lese-Tracker, detaillierten Statistiken und KI-Funktionen – kostenlos und als Alternative zu Amazon.

A smartphone showing an e-book reading app with reading statistics next to a stack of printed books.
Bild: TechCrunch

Readwise, bekannt für eine Read-it-later-App und ein Tool zum Sammeln von Markierungen aus verschiedenen Diensten, greift Amazon an: Mit Readwise Books startet das Unternehmen einen E-Book-Shop mit Lese-Tracker, der Kindle und Goodreads Konkurrenz machen soll. Das ohne Investorengeld aufgebaute Startup beschreibt die App als „Mischung aus Kindle und Goodreads“ – ein Ort zum Kaufen, Lesen und Erfassen von Büchern.

Shop, Tracker und tiefere Statistiken

Im Shop gibt es nach Firmenangaben „Millionen“ E-Books der fünf großen Verlage und weiterer Anbieter, zunächst nur in den USA; weitere Länder sollen folgen. Auch gedruckte Bücher, abgewickelt über den Distributor von Bookshop.org, und einige Hörbücher sind erhältlich. Nutzer können DRM-freie EPUB-Dateien hochladen, sich Bücher per Text-to-Speech vorlesen lassen und ihren Fortschritt mit Freunden teilen.

Das Hauptargument sind die Daten. Statt nur Start- und Enddatum zeigt die App gelesene Wörter, Tempo, Tiefe, Immersion und Lesesitzungen. Readwise spricht von einem „Strava für das Lesen“. Die Mitgründer Daniel Doyon und Tristan Homsi argumentieren, das Messen mache Lesen sichtbar – und was gemessen werde, verbessere sich. Laut Unternehmen berichten Nutzer am häufigsten, dass sie mehr läsen, ohne Ziele, Serien oder feste Zeiten.

Auch Bücher außerhalb des Ökosystems lassen sich erfassen: über Kindles browserbasierten Cloud Reader oder per Foto eines gedruckten Buchs.

KI-Funktionen und offene Schnittstellen

Mit Zustimmung der Verlage sollen KI-Funktionen wie Zusammenfassungen von Lesesitzungen, Definitionen, Übersetzungen von Wörtern und Wendungen sowie standortbezogene Fragen zur gelesenen Stelle folgen. Bisher hat nur HarperCollins zugestimmt.

Anders als das abgeschottete Goodreads setzt Readwise auf offene Technik: eine öffentliche API und einen MCP-Server. KI-Agenten könnten damit Buchempfehlungen recherchieren, eine Bücherseite für die eigene Website erstellen oder Sitzungen eines Bastler-E-Readers protokollieren.

Die Hürde ist hoch: Kindle kommt inklusive Kindle+ auf 83 Prozent Marktanteil und liefert auch die Hardware. Readwise Books bleibt kostenlos, einige KI-Funktionen sollen später kostenpflichtig werden. Die früheren Apps kosten je 7,99 US-Dollar pro Monat oder zusammen 9,99 US-Dollar.

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