Scout bei Andreessen Horowitz: So investieren Deutsche für US-VCs
Robert Richarz und Alexander Worbs sind Scouts bei amerikanischen Top-VCs. Sie erklären, was die Rolle bedeutet und wie man an große US-Fonds herankommt.

Robert Richarz und Alexander Worbs arbeiten als Scouts für amerikanische Top-VCs. Beide schildern nun, was diese Rolle konkret bedeutet – und geben damit Einblick in einen eher unsichtbaren Zugang zur US-Startup-Finanzierung.
Für viele Gründer und Investoren ist die Zusammenarbeit mit einem Fonds wie Sequoia oder Andreessen Horowitz ein Traum. Das Problem: Die großen US-Fonds sind von Europa aus schwer zu erreichen, und Kaltakquise führt selten weit. Scouts können diese Lücke schließen. Sie schauen sich Unternehmen außerhalb des Kernteams eines Fonds an und machen vielversprechende Kandidaten dort bekannt.
Warum das Scout-Modell relevant ist
Für den deutschen Markt ist das Modell auf zwei Ebenen interessant. Gründer erhalten eine mögliche Route zu einem Gespräch mit einem führenden Investor, die nicht von einem bestehenden Netzwerk im Silicon Valley abhängt. Personen mit gutem Standing in der hiesigen Szene wiederum können eine Beziehung zu einem US-Fonds aufbauen und am Dealflow teilhaben, ohne dort fest angestellt zu sein.
Richarz und Worbs zeigen, wie das aus Deutschland heraus funktionieren kann. Ihre Schilderungen erklären, was der Job tatsächlich umfasst – von außen ist das oft unklar – und was nötig ist, um für eine solche Position bei einem namhaften Investor infrage zu kommen.
Was Leser mitnehmen können
Die Geschichte zeigt, wie umkämpft der Zugang zu Spitzenkapital bleibt und wie stark er weiterhin über persönliche Beziehungen und vertrauenswürdige Vermittler läuft. Für deutsche Gründer mit Blick auf US-Kapital kann es ein praktischer erster Schritt sein, zu verstehen, wer diese Vermittler sind und wie sie arbeiten. Für angehende Investoren zeigt die Scout-Rolle einen alternativen Einstieg ins Venture-Capital-Geschäft.
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