Gosuslugi: Mobilfunkanbieter in Russland online wechseln
Russische Mobilfunkkunden können über das Portal Gosuslugi den Anbieter wechseln und ihre Rufnummer behalten, teilt das Digitalministerium mit.

Mobilfunkkunden in Russland können ihren Anbieter künftig direkt über das staatliche Portal Gosuslugi wechseln und dabei ihre Rufnummer behalten. Das hat das Ministerium für digitale Entwicklung mitgeteilt. Die bisherigen Wege bleiben bestehen: Anträge lassen sich weiterhin auf der Website oder in der Filiale des Anbieters stellen.
So funktioniert der Wechsel
Nutzer öffnen auf Gosuslugi den Bereich „SIM-Karten“, wählen die gewünschte Nummer aus und klicken auf „Anbieter wechseln“. Anschließend füllen sie die verlangten Angaben gemäß der Anleitung aus und senden den Antrag ab.
Der Antrag wird automatisch an einen „unabhängigen Betreiber der Datenbank übertragener Nummern“ weitergeleitet. Nach der Prüfung soll sich der neue Anbieter beim Kunden melden, um den Tarif auszuwählen und den Vertrag zu unterzeichnen.
Welche Anbieter beteiligt sind
Laut Ministerium ist der Dienst an die „großen Vier“ angebunden: Beeline, MegaFon, MTS und Tele2. Hinzu kommen weitere Anbieter, die mit der Datenbank der übertragenen Nummern verbunden sind.
Warum das relevant ist
Rufnummernmitnahme gab es schon bisher, doch der Antrag lief über den Anbieter selbst. Mit der Integration in Gosuslugi, das viele Russen ohnehin für Behördengänge nutzen, lässt sich der Wechsel in einer vertrauten Oberfläche anstoßen, ohne zuerst den neuen Anbieter zu kontaktieren.
Zu Bearbeitungszeiten oder zur Anbindung weiterer Betreiber machte das Ministerium keine Angaben. Wer die bisherigen Verfahren bevorzugt, kann sie unverändert nutzen.
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