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Discord: Öffentliche Server-Nachrichten bald bei Google

Ab dem 16. November erhalten alle Discoverable Servers von Discord eine Webseite. Ab Mitte Dezember könnten Nachrichten in Suchmaschinen auftauchen.

Discord logo on a smartphone screen next to a web search results page.
Bild: Engadget

Discord macht Gespräche auf seinen größten öffentlichen Servern im offenen Web deutlich sichtbarer. Am 16. November erhält jeder Discoverable Server eine eigene Server Web Page mit grundlegenden Angaben wie einer Beschreibung und Zusammenfassungen der Diskussionen in den öffentlichen Kanälen.

Laut Unternehmen können ab Mitte Dezember auch Nachrichten aus diesen Kanälen wortwörtlich auf den Webseiten und in Suchmaschinenergebnissen erscheinen. Weder die Zusammenfassungen noch die einzelnen Beiträge zeigen Nutzernamen oder Avatar. Discord begründet den Schritt damit, dass Informationen aus diesen Communitys in Websuchen leichter auffindbar werden sollen – ähnlich wie ein Reddit-Thread unter den Treffern.

Wer betroffen ist

Die Änderung gilt nur für Discoverable Servers, also Communitys mit mindestens 1.000 Mitgliedern, denen man ohne Einladung beitreten kann. Private Server, DMs und Gruppen-DMs bleiben privat.

So funktioniert der Opt-out

Admins können bereits jetzt einzelne Kanäle von der Web-Präsenz ausnehmen. Nutzer können unter „Daten & Datenschutz“ in den Benutzereinstellungen verhindern, dass ihre Beiträge indexiert werden.

In der EU, im Vereinigten Königreich, in Kanada, Brasilien, Australien und Südkorea sind Kanalnachrichten aufgrund lokaler Vorschriften standardmäßig deaktiviert; Nutzer müssen die Funktion dort aktiv einschalten. Jugendliche sind ausgenommen und können Kanalnachrichten erst als Erwachsene aktivieren.

Warum das wichtig ist

Discord stand zuletzt wegen der Umsetzung der Altersverifikation in der Kritik. Die neue Regelung dürfte daher weitere Fragen zum Umgang mit Datenschutz aufwerfen. Wer auf großen öffentlichen Servern schreibt, sollte seine Einstellungen prüfen, weil Beiträge sonst bald über Suchmaschinen auffindbar sein könnten.

Schlagwörter:discorddiscoverable serverssearch enginesprivacyopt-out

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