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Griechenland verbietet soziale Medien für unter 15-Jährige

Griechenland untersagt Kindern unter 15 Jahren die Nutzung sozialer Medien. Das Gesetz setzt auf anonyme Alterskontrolle und nimmt Plattformen wie Eltern in die Pflicht.

A teenager looks at a smartphone showing social media apps, symbolizing Greece's new age limit for under-15s.
Bild: heise online

Griechenland führt ein Verbot sozialer Medien für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren ein. Ein entsprechendes Gesetz nimmt dabei nicht nur die Plattformen, sondern auch die Eltern in die Verantwortung. Kern des Vorhabens ist eine Alterskontrolle, die nach Angaben zum Gesetz anonym erfolgen soll.

Nationaler Alleingang statt Warten auf Brüssel

Auffällig ist der politische Kurs: Athen wollte nicht auf eine einheitliche Regelung der Europäischen Union warten und handelt stattdessen auf nationaler Ebene. Damit reiht sich Griechenland in die Debatte darüber ein, wie junge Menschen im Netz besser geschützt werden können und ob dafür Altersgrenzen für Plattformen nötig sind.

Das Gesetz verteilt die Pflichten bewusst auf mehrere Schultern. Anbieter sozialer Netzwerke sollen sicherstellen, dass Kinder unter 15 Jahren ihre Dienste nicht nutzen. Eltern wiederum werden ebenfalls in die Pflicht genommen. Wie die einzelnen Pflichten im Detail aussehen und welche Folgen bei Verstößen drohen, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.

Anonyme Alterskontrolle als Knackpunkt

Alterskontrollen gelten als einer der heikelsten Punkte solcher Verbote, weil sie den Nachweis des Alters verlangen, ohne dass Nutzer dafür sensible Daten preisgeben müssen. Griechenland setzt nach eigenem Ansatz auf ein anonymes Verfahren. Wie es technisch umgesetzt wird und ab wann es greift, ist bislang nicht bekannt.

Für Familien in Griechenland bedeutet das Gesetz voraussichtlich spürbare Veränderungen im Alltag. Für Plattformbetreiber wächst zugleich der Druck, nationale Vorgaben innerhalb der EU umzusetzen, solange eine europaweite Lösung fehlt. Ob andere Mitgliedstaaten dem griechischen Beispiel folgen oder auf eine gemeinsame EU-Regel warten, bleibt offen.

Schlagwörter:greecesocial mediaage verificationchild protectionregulation

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