Amazon: Alexa lässt sich jetzt per SMS zum Einkaufen nutzen
Amazon startet eine Textnachrichten-Version seines Alexa-KI-Agenten für Einkäufe. Zunächst erhalten ausgewählte US-Kunden Zugang, kurz vor dem Weihnachtsgeschäft.

Amazon bringt seinen KI-Agenten Alexa in den Nachrichtenverlauf: Kunden können künftig per Textnachricht mit Alexa chatten und so auf Amazon einkaufen. Das Unternehmen kündigte die Funktion am Freitag an. Sie soll in den kommenden Wochen für Millionen Nutzer ausgerollt werden, kurz vor Beginn der Weihnachtseinkaufssaison.
Ausgewählte Kunden in den USA erhalten zunächst eine Nachricht, mit der sie die Funktion aktivieren können. Danach lassen sich Produkte in natürlicher Sprache suchen, in den Warenkorb legen und kaufen.
Was der Text-Agent kann
Das Werkzeug baut auf den jüngsten Shopping-Erweiterungen für Alexa auf. Der Agent verwaltet Listen, beobachtet Preise, durchsucht das Web nach Artikeln, vergleicht Produkte und zeigt den Status von Bestellungen an. Nutzer können außerdem ein Foto eines Artikels oder einer Person im passenden Outfit schicken, um ähnliche Angebote bei Amazon zu finden.
Laut Amazon soll Alexa mit der Zeit die Vorlieben der Nutzer lernen und passende Artikel vorschlagen.
Wettlauf um das Einkaufsgespräch
Der Start folgt auf Amazons Entscheidung vom September, Metas Muse den Zugriff auf die eigene Seite zu sperren. Textnachrichten sind ein beliebter Weg geworden, mit KI-Agenten zu interagieren, und Amazon bietet nun ein vergleichbares Erlebnis wie Agenten wie Muse oder Instinct.
Amazon geht damit nicht allein diesen Weg. DoorDash teilte im vergangenen Monat mit, Agenten von Drittanbietern hätten auf seiner Plattform bislang nur insgesamt einige hundert Bestellungen aufgegeben. Das Unternehmen will sich stattdessen auf den Ausbau seines eigenen, im September gestarteten Text-Agenten konzentrieren.
Für Kunden bedeutet das: Alltägliche Suchen und Nachbestellungen können über eine vertraute Chat-Oberfläche laufen. Für den Handel zeigt sich, dass große Plattformen KI-gestützte Käufe lieber im eigenen Ökosystem halten, wo sie Daten und Kundenbeziehung kontrollieren.
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