Axiom Math verifiziert das Stacks Project gegen KI-Schrott
Axiom Math hat mit KI-Agenten das Stacks Project formal verifiziert, eine der größten Mathematik-Bibliotheken. Das Startup setzt auf geprüfte Grundlagen für KI.

Das Startup Axiom Math, das mit 1,6 Milliarden Dollar bewertet wird, hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass seine KI-Agenten das Stacks Project formal verifiziert haben. Es zählt zu den größten von Menschen verfassten Mathematiksammlungen. Rund 7.654 Seiten wurden in etwa 16 Millionen Zeilen maschinell geprüften Codes übersetzt.
Die Meldung kommt, während KI die Mathematik mit behaupteten Ergebnissen überschwemmt. Im vergangenen Monat veröffentlichte OpenAI 719 Manuskripte, die Lösungen für einige der schwersten Probleme des Fachs beanspruchen. Selbst Computerprüfungen können dabei Fehler übersehen. Axiom will nicht bremsen, sondern auf festerem Grund bauen.
So funktioniert die Verifikation
Mathematiker schreiben einen Beweis als Code in der Programmiersprache Lean um, und ein Beweisassistent prüft ihn Zeile für Zeile. Ingenieure nutzen dasselbe Prinzip, die formale Verifikation, um Chipdesigns zu bestätigen. Forscher in Frankreich fanden damit Fehler in einer Software zur Berechnung von Familienleistungen.
Stacks war eine harte Probe, weil Sätze und Definitionen aufeinander aufbauen, ähnlich wie in einem Stammbaum. Der Columbia-Mathematiker Johan de Jong startete das Open-Source-Projekt 2005. Es reicht von Algebra auf Universitätsniveau bis zu algebraischer Geometrie und Zahlentheorie. „Große und zugleich empfindliche Dinge passen im Leben nicht zusammen“, sagte CEO Carina Hong.
Axiom gab seinen Agenten eine lose Hierarchie und ließ sie parallel arbeiten, wobei sie sich Aufgaben selbst suchten. Zudem trainierte das Unternehmen eigene Mathematikmodelle. Laut Ashvin Swaminathan klaffte in der formalisierten Mathematik ein „riesiges schwarzes Loch“ bei der algebraischen Geometrie, auf dem Forscher mit Lean nun aufbauen können.
Mehr als Mathematik
Axiom sieht jedes verifizierte Ergebnis als Baustein. Terence Tao formulierte es so: „Je mehr formalisierte Beweise man hat, desto mehr kann man erstellen.“ Zur Zielgruppe zählen auch Entwickler, die kaum garantieren können, dass Code frei von Fehlern und Sicherheitslücken ist, ein Problem, das mit KI-generiertem Code wächst.
Hong, 25, brach ein Mathematik-Promotionsprogramm in Stanford ab und gründete Axiom im März 2025. Im März sammelte die Firma 200 Millionen Dollar in einer von Menlo Ventures geführten Series A ein. Sie fordert alle Coding-Unternehmen offen heraus, Formalisierung in diesem Maßstab anzugehen.
Apps, die sich lohnen
Tippe die richtigen Felder, addiere, triff das Ziel. Leicht zu lernen, schwer zu meistern. Kostenlos, für jedes Alter.
Sprich mit einem KI-Gesprächspartner; jeder Satz kommt korrigiert und in deiner Sprache erklärt zurück. 9 Sprachen, A1 bis C2.
EDIFACT- und X12-Nachrichten öffnen, jedes Segment verständlich erklärt, in JSON/XML umwandeln, als PDF und Excel exportieren. Läuft lokal, kein Upload.
Wähle, für wen es ist, den Anlass und die Persönlichkeit. Die Suchmaschine liest Produktbeschreibungen lokaler Shops und sortiert, was passt. Kostenlos, ohne Anmeldung.
Mehr von diesem Tag
Alle anzeigen →
Aina AI Ring: Smarter Ring mit Display, Joystick und Mikrofon

Harbinger sammelt 240 Mio. Dollar ein und steigt in Rüstung ein

TikTok startet eigenständige TikTok-Shop-App in vier Ländern

Shield AI übernimmt Radarhersteller Echodyne für 5,3 Mrd. Dollar
Mehr aus: KI
Alle anzeigen →
DeepSeek V4.1 Flash jetzt in Selectels Token Factory verfügbar

NCBR stellt 25 Mio. Zloty für internationale KI-Projekte bereit

Kakao veröffentlicht Kanana-2-v-decide als Open-Source-Entscheidungsmodell
