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Wirtschaft·1 Min. Lesezeit

Meta warnt: Wahlen erschweren den Bau neuer Rechenzentren in den USA

Meta-Präsidentin Dina Powell McCormick erwartet nach den Zwischenwahlen mehr Widerstand gegen Rechenzentren und räumt Defizite bei der Kommunikation ein.

Aerial view of a large data center campus with rows of cooling units and power lines at dusk.
Bild: TechCrunch

Meta rechnet damit, dass der Bau von Rechenzentren in den USA nach den Zwischenwahlen schwieriger wird. Konzernpräsidentin Dina Powell McCormick sagte, die Siege der Demokraten würden es Unternehmen „deutlich schwerer“ machen, solche Anlagen zu errichten. Die Branche habe die Vorteile dieser Investitionen „nicht gut genug erklärt“.

Auf der WSJ Tech Conference am Mittwoch betonte sie, Rechenzentren seien im Wahlkampf ein zentrales Thema gewesen. Der Widerstand habe aus ihrer Sicht tiefere Ursachen: „Die sichtbare Erscheinungsform von KI ist ein Rechenzentrum“, sagte sie, und dazu könnten Menschen leicht sagen, sie wollten es nicht in ihrer Gemeinde. Dahinter stehe die Frage, was die Menschen generell von KI halten.

Metas Rezept für lokale Projekte

Meta baut nach ihren Angaben seit 20 Jahren Rechenzentren und betreibt sie inzwischen in 23 Bundesstaaten. Fünf Projekte, darunter eines in Texas, sind mit einer Leistung von mindestens 1 Gigawatt geplant.

Gemeinden wollten Rechenzentren nur, wenn sie selbst profitierten, so Powell McCormick. Bei lokalen Vereinbarungen setze Meta unter anderem darauf, den eigenen Strom zu bezahlen, zusätzliche Steuereinnahmen an Lehrkräfte und Rettungskräfte fließen zu lassen, Arbeitskräfte aus der Region zu beschäftigen und parteiübergreifende Unterstützung zu gewinnen. Künftig erwartet sie genauere Prüfungen und die Frage, ob die Bürger ein Projekt tatsächlich wollen.

Wette auf Nutzen und Vermarktung

Meta will die Stimmung gegenüber KI drehen, indem es den Nutzen der Technologie selbst zeigt. CEO Mark Zuckerberg setze „mehr auf Menschen als auf Maschinen“, sagte sie, und KI müsse fair und transparent zugänglich sein.

Das Unternehmen hofft, dass sein KI-Agent Muse, den derzeit 10 Millionen Menschen nutzen, auf Milliarden Nutzer wächst. Sollte das ausbleiben, sei die Rechenleistung dennoch wertvoll: „Wir bekommen jeden Tag Anfragen, diese Rechenleistung zu vermieten“, sagte Powell McCormick. So oder so zeichne sich ein Weg zur Monetarisierung ab.

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