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PGZ investiert 28 Mio. Zloty in Motorenwerk WSK PZL-Kalisz

Die Polska Grupa Zbrojeniowa steckt über 28 Millionen Zloty in WSK PZL-Kalisz. Das Werk soll Motoren für die Militär-Lkw von Jelcz liefern.

Machining hall at an engine factory with CNC lathes and milling machines producing precision mechanical parts
Bild: Spider's Web

Die staatliche Polska Grupa Zbrojeniowa (PGZ) hat am 29. Oktober in Kalisz einen Vertrag über eine Kapitalerhöhung bei WSK PZL-Kalisz unterzeichnet. Aus eigenen Mitteln fließen exakt 28.028.660 Zloty in den Hersteller von Flugmotoren und Präzisionsteilen. Das Werk soll zu einem zentralen Standort für Antriebe der polnischen Rüstungsindustrie werden.

Neue Maschinen für ein überlastetes Werk

Laut Mitteilung des Konzerns betrifft die Investition vor allem die Bereiche mechanische Bearbeitung, Wärmebehandlung und Qualitätskontrolle. Das Unternehmen kauft unter anderem neue Hobel-, Fräs- und Drehmaschinen, teils automatisiert, und ersetzt damit verschlissene Ausrüstung. Die Werksleitung räumt ein, der Maschinenpark sei zu einer erheblichen Bremse geworden: Ausfälle älterer Anlagen führen zu ungeplanten Stillständen, und nicht jeder Auftrag lässt sich bewältigen.

Firmenchef Krzysztof Nosal zufolge dauert die Modernisierung rund ein Jahr. Eine neue Motorenlinie entsteht dadurch nicht sofort; zunächst wird die bestehende technische Basis gestärkt, etwa für präzise Zahnräder in Luftfahrt, Militär und ziviler Industrie.

Motoren für Jelcz-Militärlaster

Der eigentliche Plan reicht weiter. Am 9. September vereinbarten Jelcz, WSK PZL-Kalisz und Daimler Truck AG auf der Rüstungsmesse MSPO in Kielce eine Zusammenarbeit, um in Polen Motoren für Militär-Lkw in Lizenz zu fertigen. Jelcz baut seine Werke in Miłoszyce und Racibórz aus, um über 2.000 Spezialfahrzeuge pro Jahr herzustellen, unter anderem als Trägerplattformen für Patriot, HIMARS und Homar-K.

Das treibt den Bedarf an Motoren, Getrieben und weiteren Antriebskomponenten. Importe bergen Verzögerungsrisiken, zumal viele Rüstungshersteller um dieselben Teile konkurrieren. Eine Lizenzfertigung in Kalisz könnte das teilweise entschärfen. Technologische Unabhängigkeit wäre das nicht, da die Konstruktionen auf der Lizenz des deutschen Herstellers beruhen. Polen gewänne aber mehr Kontrolle über Produktion, Montage und Verfügbarkeit.

WSK PZL-Kalisz besteht seit über 70 Jahren und ist der einzige Hersteller der Motorenfamilie ASz-62IR, die in der An-2 und der M-18 Dromader steckt. 2025 zeigte das Unternehmen den 37 PS starken Prototyp PZL-25 Twin Boxer. Das Motorenzentrum bleibt vorerst jedoch ein Plan: Für die Serienfertigung für schwere Militärfahrzeuge braucht es weitere Investitionen, Technologietransfer und Fertigungsverträge.

Schlagwörter:pgzwsk pzl-kaliszjelczdaimler truckdefence industryengines

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