Roadsurfer: US-Investor Kennedy Lewis übernimmt die Mehrheit
Der US-Finanzinvestor Kennedy Lewis hält künftig die Mehrheit am Münchner Camper-Startup Roadsurfer. Die Gründer geben Anteile ab, bleiben aber operativ dabei.

Der US-Finanzinvestor Kennedy Lewis Investment Management (Klim) hat die Kontrolle über das Münchner Campervan-Startup Roadsurfer übernommen. Das geht aus Unterlagen im Handelsregister hervor. Demnach hält Klim 66,69 Prozent der Anteile. Die Gründer geben Anteile ab, bleiben aber operativ an Bord.
Klim, der Unternehmen unter anderem mit Krediten finanziert, tritt im Handelsregister als Gesellschafter auf. Die Gründer Markus Dickhardt, Susanne Dickhardt, Stephie Niemann, Christoph Niemann und Jean-Marie Klein halten gemeinsam noch 16,61 Prozent. Zusammen mit zwei Personen aus dem Management sind es 19,08 Prozent. Die übrigen Anteile liegen bei Heartcore Capital, einem der ersten Roadsurfer-Investoren, sowie bei der IAG Invest AG und Raiffeisen OÖ Invest.
Ein konsolidierter Markt
Der Einstieg folgt auf eine bewegte Phase in der deutschen Camper-Branche. 2024 meldeten die Wettbewerber Off, Plugvan und Roadfans Insolvenz an. Roadsurfer, das sich selbst als Marktführer in der Camper-Van-Vermietung bezeichnet, sprach im selben Jahr dagegen von Wachstumsplänen.
Zwei Jahre später hat das Unternehmen nun einen neuen Mehrheitseigentümer mit großer Finanzkraft. CEO Markus Dickhardt hat sich zu dem Verkauf geäußert.
Was das bedeutet
Für Kunden ändert sich zunächst wenig, da das Gründerteam das Tagesgeschäft weiter verantwortet. Für die Startup-Szene zeigt der Verkauf, dass selbst führende Anbieter einer konsolidierten Nische bei Finanzinvestoren landen können – hier bei einem Geldgeber, der auf Kreditfinanzierung spezialisiert ist und nicht auf klassisches Wagniskapital.
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