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Runet: Über eine halbe Million fehlerhafter Websites in .ru

Laut Runity-Analyse liefern 552.866 .ru-Seiten Fehlermeldungen. Das sind 24 % mehr als vor zwei Jahren und 9,3 % aller registrierten Domains der Zone.

A browser window showing a 404 Not Found error page on a dark background with a map-like network of domain nodes.
Bild: Хабр

In der russischen Domainzone .ru gibt es inzwischen mehr als eine halbe Million nicht funktionierender Websites. Das Monitoring der Zone, das die Runity-Gruppe ausgewertet hat, zählte 2026 insgesamt 552.866 Seiten, die beim Aufruf Fehler zurückgeben. Das sind 24 % mehr als vor zwei Jahren.

Der Trend ist stetig: Im September 2024 erfasste das Monitoring 442.710 problematische Seiten, ein Jahr später waren es 515.267. Aktuell entfallen 9,3 % der registrierten .ru-Domains auf solche Angebote.

Was die Fehler bedeuten

In den meisten Fällen antworten die Seiten mit HTTP-Statuscodes der Bereiche 4xx und 5xx. 4xx-Codes verweisen auf Probleme bei der Anfrage oder beim Zugriff auf eine Seite; 404 Not Found bedeutet etwa, dass die angeforderte Seite nicht gefunden wird oder nicht erreichbar ist. 5xx-Codes stehen für serverseitige Fehler, die auf Störungen im Betrieb hindeuten können.

Zu den häufigen Ursachen zählen Fehler bei Umzug und Aktualisierung von Websites sowie das Ende der Pflege veralteter Webprojekte. Ein Fehler heißt allerdings nicht zwingend, dass der Betreiber die Seite endgültig abgeschaltet hat.

Warum die Zahl weiter wächst

Runity führt den Anstieg unter anderem auf die Ansammlung verwaister Webprojekte zurück. Unternehmen und Privatpersonen registrieren Domains für neue Vorhaben, doch nicht jede Seite wird weiter betreut und aktualisiert. Die Domainnamen bleiben oft auch nach Ende des Projekts registriert.

Hinzu kommen weitere Faktoren. Eine Rolle spielen Softwarelücken: Am 21. Oktober 2026 führte die Entdeckung zweier kritischer PHP-Schwachstellen dazu, dass weltweit einige Websites vorübergehend vom Netz genommen wurden. Betreiber sperrten den Zugang bis zur Installation von Updates, um das Angriffsrisiko zu senken.

Auch die Domainverwaltung ist ein Faktor. Selbst eine technisch einwandfreie Seite kann unerreichbar werden, wenn der Inhaber den Zugang zum Konto beim Registrar verloren oder die Kontaktdaten des Administrators nicht aktualisiert hat.

Für Betreiber bedeutet das: Eine registrierte Domain garantiert noch keine funktionierende Website. Regelmäßige Wartung, zeitnahe Sicherheitsupdates und aktuelle Registrar-Zugänge bleiben Grundvoraussetzungen.

Schlagwörter:runityrunetru domainhttp errorswebsite monitoringphp vulnerabilities

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