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Start-ups·2 Min. Lesezeit

Fedor Holz startet Dachfonds Drafted Ventures mit Instaffo-Gründer

Der frühere Pokerprofi Fedor Holz und Instaffo-Mitgründer Christoph Zöller haben mit Drafted Ventures über 15 Millionen Euro eingesammelt. Das Ziel: Beteiligungen an rund 400 Startups.

Fedor Holz, former professional poker player, and Instaffo co-founder Christoph Zöller presenting their new venture capital fund of funds Drafted Ventures.
Bild: Business Insider

Fedor Holz, einst die Nummer eins der Poker-Weltrangliste, steigt tiefer ins Venture-Capital-Geschäft ein. Gemeinsam mit Christoph Zöller, Mitgründer und Geschäftsführer von Instaffo, hat er den Dachfonds Drafted Ventures gegründet. Beim First Closing kamen bereits mehr als 15 Millionen Euro zusammen.

Angestrebt ist ein Hardcap von 25 Millionen Euro. Laut Zöller soll der Fonds jeweils rund eine Million Euro in etwa 20 frühphasige VC-Fonds investieren. Über diese Fonds entsteht ein Portfolio mit Beteiligungen an rund 400 Startups. „Unser Ziel ist, mit Drafted einen der besten Fund-of-Funds in Europa aufzubauen“, sagt Zöller.

Vom Pokertisch zum Investor

Holz gewann Preisgelder in Millionenhöhe und führte schon Anfang 20 die Weltrangliste an, in der Szene hieß er „German Wunderkind“. Danach wurde er Unternehmer: Er gründete die Meditations-App Primed Mind, die mit Headspace konkurrieren sollte, und die Lernplattform Pokercode. Als Investor hat er sich an rund 30 Startups und 20 Fonds beteiligt.

Kennengelernt haben sich die beiden vor knapp zehn Jahren bei einem Learning Day der Entrepreneurs’ Organization; heute sind sie befreundet. Seit etwa sechs Jahren investieren beide privat in VC-Fonds und haben zusammen mehr als 35 Fondsinvestments getätigt. Aus dem Austausch darüber entstand die Idee zu Drafted.

Warum ein Dachfonds

Zöller sieht keinen Mangel an guten VC-Fonds. Vielmehr verlören viele Anleger langfristig Geld oder erzielten nicht die Rendite, die in der Asset-Klasse möglich sei. Anders als am Aktienmarkt, wo ein ETF auf einen Index sinnvoll sei, lohne sich Venture Capital nur mit den besten 25 Prozent der Fonds. Über die Hälfte aller VC-Fonds biete kein besonders attraktives Renditeprofil.

Holz erklärt, Poker habe ihn gelehrt, unter Unsicherheit zu entscheiden und das Ergebnis von der Qualität der Entscheidung zu trennen. Das sei im Venture Capital wichtig, wo Ergebnisse oft erst nach acht bis zehn Jahren vorliegen. Hinzu komme das Denken in Verteilungen, im Kern Portfoliokonstruktion, sowie das frühe Erkennen von Talenten, was auch bei Emerging Managern gefragt sei. Zöller bringt die Gründerperspektive ein.

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