Thrive Holdings übernimmt ADT für 7,6 Milliarden Dollar
Thrive Holdings, an dem sich auch OpenAI beteiligt, kauft den Sicherheitsanbieter ADT. Aktionäre erhalten 10 Dollar je Aktie in bar, insgesamt rund 7,6 Milliarden Dollar.

Thrive Holdings, zu dessen Geldgebern OpenAI zählt, hat sich auf die Übernahme des US-Sicherheits- und Smart-Home-Anbieters ADT geeinigt. Bei der reinen Bartransaktion erhalten die ADT-Aktionäre 10 Dollar je Aktie, insgesamt etwa 7,6 Milliarden Dollar.
Das Angebot liegt rund 35 Prozent über dem Schlusskurs vom 28. Oktober. Die ADT-Aktie legte im Vormittagshandel nach der Ankündigung um etwa 34 Prozent zu. ADT bietet in den USA Sicherheitsüberwachung, Hausautomation und Dienste für vernetzte Geräte für Privathaushalte und kleine Unternehmen an und blickt auf mehr als 150 Jahre Geschichte zurück.
Was Thrive mit ADT vorhat
Thrive Holdings ging aus Thrive Capital hervor, das Joshua Kushner gegründet hat. Die Strategie: etablierte Unternehmen kaufen und sie mit Technologie und künstlicher Intelligenz weiterentwickeln. OpenAI stellt den Thrive-Firmen im Rahmen einer im Dezember 2025 gestarteten Partnerschaft KI-Technik und Engineering-Unterstützung bereit.
Thrive Holdings besitzt bereits mehr als 75 Unternehmen aus Bereichen rund um Buchhaltung, IT-Dienstleistungen und Bauwirtschaft. ADT soll das Fundament des Geschäfts mit Smart-Home-Sicherheit bilden; Thrive-Ingenieure arbeiten mit den ADT-Teams an besseren Produkten und Kundenservice. Laut einer mit dem Deal vertrauten Quelle, auf die sich Reuters beruft, sieht Thrive Chancen darin, Fehlalarme zu verringern und Gerätestörungen früher zu erkennen.
ADT erklärte, Datenschutzrichtlinien blieben unverändert, neue Datenweitergaben ohne Zustimmung der Kunden werde es nicht geben. Die Finanzierung sichern Fonds zu, die von Gesellschaften des Finanzinvestors Apollo Global Management verwaltet werden.
Wie es weitergeht
Die Transaktion benötigt die Zustimmung der Aktionäre und der US-Wettbewerbsbehörden und soll im ersten Quartal 2027 abgeschlossen werden. Bis zum 28. November darf ADT alternative Angebote einholen. Bis zum Abschluss arbeitet das Unternehmen eigenständig weiter; danach wird die Aktie von der New Yorker Börse genommen.
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