DoorDash übernimmt Instacart für rund 17 Milliarden Dollar
DoorDash kauft den US-Rivalen Instacart für etwa 17 Milliarden Dollar. Es ist die größte Übernahme des Unternehmens und zielt auf Amazon und Walmart.

DoorDash hat sich nach eigenen Angaben darauf geeinigt, den US-Konkurrenten Instacart für rund 17 Milliarden Dollar zu übernehmen. Es ist die größte Akquisition in der Firmengeschichte und ein deutlicher Schritt über die Restaurantlieferung hinaus, mit dem DoorDash den Wettbewerb mit Amazon und Walmart verschärfen will.
Die Konditionen
DoorDash zahlt 65 Dollar je Instacart-Aktie. Das entspricht einem Aufschlag von etwa 26 Prozent auf den Schlusskurs vom 22. Oktober. Mindestens 75 Prozent des Kaufpreises werden in bar gezahlt. Innerhalb festgelegter Grenzen können Instacart-Aktionäre Barzahlung, DoorDash-Aktien oder eine Mischung wählen.
Instacarts Marktwert lag vor der Ankündigung über 13 Milliarden Dollar, die Aktie legte seit Jahresbeginn um 25 Prozent zu.
Folgen für Kunden und Händler
DoorDash will die Marke, die App und die Unternehmenstechnologie von Instacart beibehalten. Das eigene Liefernetz soll mit Instacarts Technik für den Lebensmitteleinkauf verbunden werden, damit Händler ihr Online-Geschäft und ihre Werbung ausbauen können. Supermärkte sollen weiterhin mit anderen Lieferplattformen zusammenarbeiten können.
Für Nutzer sind die Mitgliedschaften DashPass und Instacart+ künftig zu einem einzigen Preis geplant. DoorDash schätzt, dass dadurch insgesamt 100 Millionen Dollar pro Jahr an Mitgliedsgebühren eingespart werden könnten. Instacart-Kunden sollen zudem über 50.000 zusätzliche Geschäfte zu den rund 100.000 bisherigen nutzen können.
Marktumfeld
Der Deal fällt in eine Phase, in der das Wachstum der Restaurantlieferung nachlässt und Anbieter in Lebensmittel und weitere Handelssparten drängen. Laut einer Reuters-Quelle sprach Instacart zunächst auch mit Uber. Dass Uber vor einigen Monaten die Übernahme des deutschen Anbieters Delivery Hero für 14,8 Milliarden Dollar vereinbarte, habe dazu beigetragen, dass es nicht zu einem Abschluss kam.
Wie es weitergeht
Die Fusion dürfte eine umfassende kartellrechtliche Prüfung durchlaufen. Der Abschluss setzt die Zustimmung der Instacart-Aktionäre und der Aufsichtsbehörden voraus und wird für Ende 2027 oder die erste Hälfte 2028 erwartet. Bis dahin arbeiten beide Unternehmen eigenständig weiter.
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