Neue Importgebühr: Was sie für Shein, Temu und AliExpress bedeutet
Waren von Shein, Temu und AliExpress sind in der EU beliebt. Nun wird für die Einfuhr eine neue Gebühr fällig – was das für Verbraucher bedeutet.

In der EU wird für die Einfuhr von Produkten künftig eine neue Gebühr fällig. Sie betrifft eine Einkaufsgewohnheit, die für Millionen Menschen alltäglich geworden ist: die Bestellung günstiger Waren bei Plattformen wie Shein, Temu oder AliExpress.
Die drei Marktplätze gehören zu den beliebtesten Quellen für preiswerte Mode, Gadgets und Haushaltsartikel. Wegen der enormen Zahl kleiner Pakete, die von außerhalb der Union eintreffen, soll die Abgabe ändern, wie solche Sendungen an der Grenze behandelt werden.
Was das für Verbraucher heißt
Für Kundinnen und Kunden stellt sich vor allem die Frage, ob die Gebühr auf der Rechnung auftaucht. In der Praxis werden solche Kosten häufig von Händlern oder Plattformen weitergegeben. Einzelne Bestellungen können dadurch teurer werden, insbesondere kleine Käufe mit geringem Warenwert, die bislang sehr billig einzuführen waren. Wie stark der Effekt ausfällt, hängt vom Produkt und vom Umgang der jeweiligen Plattform mit den Kosten ab.
Wer bestellt, sollte vor dem Abschluss auf die Kasse und auf Hinweise zu zusätzlichen Kosten achten, denn der Endbetrag kann vom beworbenen Artikelpreis abweichen.
Was die Gebühr bewirken soll
Die neue Abgabe soll die Flut kleiner Sendungen in die EU adressieren und einen finanziellen Beitrag aus dieser Art von Handel schaffen. Befürworter argumentieren, dass sie den Wettbewerb für Händler fairer macht, die innerhalb der EU verkaufen. Kritiker befürchten dagegen meist, dass die Kosten bei den Verbrauchern landen.
Ob die Gebühr das Kaufverhalten auf den großen Marktplätzen verändert, bleibt abzuwarten. In den kommenden Wochen dürfte sich zeigen, wie die Plattformen ihre Preise anpassen und wie viele Kunden auch zum neuen Preisniveau weiter bestellen.
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