Iron Warriors: Polnische Studenten schaffen 837 km mit einem Liter
Studenten der Technischen Universität Lodz haben zwei extrem sparsame Prototypen gebaut: Der Benziner schafft 837 km pro Liter, das E-Modell umgerechnet 2267 km.

Studenten der Technischen Universität Lodz haben zwei Fahrzeuge entwickelt, die mit Energie außergewöhnlich sparsam umgehen. Der Prototyp mit Verbrennungsmotor kam mit einem Liter Kraftstoff 837 Kilometer weit, das Elektrofahrzeug erreichte umgerechnet 2267 Kilometer pro Liter Benzin.
Hinter den Rekorden steht das Team Iron Warriors aus dem studentischen Wissenschaftskreis der Automobilbegeisterten der Hochschule. Die Gruppe konstruiert seit knapp 15 Jahren Fahrzeuge, die mit möglichst wenig Energie möglichst weit fahren sollen. Zweimal stellten die Studenten polnische Rekorde in Wettbewerben der energiesparenden Fahrt auf.
Die Werte sind keine Alltagsverbräuche. Sie stammen aus speziellen Wettbewerben für energieeffiziente Prototypen.
Leicht und tropfenförmig
Ein Schlüssel ist das geringe Gewicht. Beide Fahrzeuge haben drei Räder und eine stromlinienförmige Karosserie, der Fahrer sitzt in liegender Position. Die Karosserie besteht aus Kohlefaser, sodass jedes Fahrzeug weniger als 50 Kilogramm wiegt. Entsprechend wenig Energie ist nötig, um es zu beschleunigen und in Bewegung zu halten.
Ebenso wichtig ist die Aerodynamik. Die Konstrukteure gaben den Fahrzeugen die Form eines Wassertropfens, um den Luftwiderstand zu senken, der bei höherem Tempo den Verbrauch stark bestimmt.
Aktuell entwickelt das Team zwei Modelle: Eco Arrow 3 und Eco Arrow 2 Electric. Das erste nutzt einen modifizierten Motor, der ursprünglich in einem Benzin-Freischneider steckte. Das zweite wird von einem Elektromotor angetrieben, wie er bei Fahrrädern zum Einsatz kommt.
Wie es weitergeht
Die bei den Fahrten gesammelten Daten helfen, das Verhalten der Fahrzeuge zu analysieren und sie zu verbessern. Dabei zählt neben der Konstruktion auch die Fahrtechnik. Teamleiter Hubert Pacyna betont, die jungen Ingenieure verbesserten beide Fahrzeuge ständig, um frühere Ergebnisse zu übertreffen.
Derzeit arbeiten die Studenten an einem weiteren Prototyp mit Fokus auf Aerodynamik und einer neuen Karosserie, die den Fahrwiderstand weiter senken soll. Für den Straßenverkehr sind die Fahrzeuge nicht gedacht, doch die Erkenntnisse sind übertragbar: Gewichtsreduktion, Aerodynamik, Rollwiderstand und Antriebsoptimierung beschäftigen auch große Autohersteller.
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