MQ-9B-Drohne besteht Test mit LoyalEye-Radar und verfolgt Jets
Saab und General Atomics melden einen erfolgreichen Test: Die MQ-9B verfolgte mit dem Radar LoyalEye Kampfjets, Passagierflugzeuge und Schiffsziele. Polen hat drei Drohnen bestellt.

Die Drohne MQ-9B hat eine neue Testreihe mit LoyalEye bestanden, einem luftgestützten Frühwarnradar (AEW) von Saab und General Atomics. Im Flug erfasste und verfolgte das unbemannte Fluggeug gleichzeitig mehrere Luft- und Seeziele, darunter Kampfjets und Passagiermaschinen.
Die Versuche fanden auf dem Gelände Desert Horizon in Südkalifornien statt. Laut Saab wurden das Erkennen, Verfolgen und Klassifizieren von Luftobjekten geprüft, Vertreter interessierter Stellen konnten das System in Echtzeit beobachten. General Atomics nannte weitere Details: Zu den Zielen zählten mehrere mit Messtechnik ausgestattete Kampfflugzeuge in der Rolle des Gegners sowie zivile Flugzeuge. Das Radar beobachtete auch Objekte auf der Meeresoberfläche über große Entfernungen. Der Prototyp war erstmals am 19. Mai geflogen und startete damit ein mehrmonatiges Erprobungsprogramm.
Warum eine Drohne ein Radar braucht
Luftgestützte Radare sehen über den Horizont bodengebundener Stationen hinaus. Wegen der Erdkrümmung kann ein tief fliegendes Flugzeug, ein Hubschrauber oder ein Marschflugkörper für ein weit entferntes Bodenradar unsichtbar bleiben. Eine Antenne in mehreren Kilometern Höhe erkennt solche Bedrohungen deutlich früher. Bisher übernahmen große bemannte AWACS-Flugzeuge diese Aufgabe. LoyalEye soll das Radar auf eine unbemannte Plattform für sehr lange Patrouillen bringen. Bei der MQ-9B sitzt es in Behältern unter den Tragflächen, die Daten gehen auch per Satellit an Gefechtsstände, die Bediener müssen nicht an Bord sein.
Was das für Polen bedeutet
Am 12. Dezember 2024 unterzeichnete Polen einen Vertrag über drei MQ-9B SkyGuardian im Wert von rund 310 Millionen US-Dollar netto, damals etwa 1,2 Milliarden Złoty. Enthalten sind zwei Bodenstationen, ein Schulungspaket und drei Jahre Herstellerunterstützung. Sie ersetzen geleaste MQ-9A Reaper, die seit 2023 im Einsatz sind. Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz bestätigte am 30. Oktober, dass die erste Maschine im Januar 2027 eintrifft; die übrigen sollen bis Ende des ersten Quartals folgen.
Der Vertrag umfasst die Aufklärungsvariante mit optoelektronischen Sensoren, Radar mit synthetischer Apertur und elektronischer Aufklärung. Eine Bestellung von AEW-Ausrüstung wurde nicht bekannt gegeben. Preis, Starttermin der Serienlieferung und Zeitplan einer Integration in polnische Drohnen sind offen. Saab und General Atomics sprechen mit möglichen Kunden, nannten aber Polen nicht.
Die MQ-9B kann je nach Konfiguration über 40 Stunden fliegen; zusätzliche Radarbehälter könnten die Einsatzdauer verkürzen, Zahlen dazu fehlen. Polen betreibt bereits zwei Saab 340 AEW mit Erieye-Radar.
Apps, die sich lohnen
Tippe die richtigen Felder, addiere, triff das Ziel. Leicht zu lernen, schwer zu meistern. Kostenlos, für jedes Alter.
Sprich mit einem KI-Gesprächspartner; jeder Satz kommt korrigiert und in deiner Sprache erklärt zurück. 9 Sprachen, A1 bis C2.
EDIFACT- und X12-Nachrichten öffnen, jedes Segment verständlich erklärt, in JSON/XML umwandeln, als PDF und Excel exportieren. Läuft lokal, kein Upload.
Wähle, für wen es ist, den Anlass und die Persönlichkeit. Die Suchmaschine liest Produktbeschreibungen lokaler Shops und sortiert, was passt. Kostenlos, ohne Anmeldung.
Mehr von diesem Tag
Alle anzeigen →
Citus zeigt Ortung von Feuerwehrleuten ohne GPS, Militär im Blick

Google Cloud erweitert CodeMender und Schutz für KI-Agenten

Operation Ghostbusters: 830.840 mutmaßliche Geisterstudenten

JNSA: Hackerangriff auf Security-Check, bis zu 15.128 Datensätze
Mehr aus: Sonstiges
Alle anzeigen →
HYDEF: Europa schließt erste Phase des Hyperschall-Abfangjägers ab

Südkorea geht vor Uni-Test CSAT gegen KI-Smartbrillen vor

JR East führt automatischen Zugbetrieb auf Keihin-Tohoku-Linie ein
