JR East führt automatischen Zugbetrieb auf Keihin-Tohoku-Linie ein
JR East setzt auf der Keihin-Tohoku- und der Negishi-Linie zwischen Omiya und Ofuna ab dem 19. Dezember schrittweise automatischen Zugbetrieb (ATO) ein.

JR East nimmt auf der Keihin-Tohoku- und der Negishi-Linie zwischen Omiya und Ofuna den automatischen Zugbetrieb (ATO) auf. Ab den ersten Zügen am 19. Dezember wird das System schrittweise eingesetzt, und zwar in den zehnteiligen Zügen der Baureihe E233.
Vor dem Start führt das Unternehmen ab November in einigen regulären Zügen Eingewöhnungsfahrten für das Personal mit ATO durch.
So funktioniert das System
Drückt der Triebfahrzeugführer im Führerstand die Abfahrtstaste, beschleunigt und bremst ATO den Zug selbstständig und hält ihn am nächsten Bahnhof an der vorgesehenen Position. Dabei berücksichtigt das System Steigungen, Kurven und Geschwindigkeitsbeschränkungen. Laut Unternehmen soll das die Laufruhe erhöhen, Energie sparen und für einen gleichmäßigen Fahrkomfort sorgen.
Bei der Abfahrt empfängt der Zug zunächst von der Streckenausrüstung das Signal „Abfahrt möglich“, danach betätigt das Personal die Taste. Beim Halt stoppt der Zug automatisch auf wenige Dutzend Zentimeter genau vor oder hinter der Sollposition. Die Türen öffnet und schließt weiterhin das Personal.
ATO arbeitet zusammen mit der automatischen Zugsicherung (ATC), die verhindert, dass der Zug die zulässige Geschwindigkeit überschreitet.
Ausbau auf der gesamten Strecke
Die Technik kommt bereits teilweise zum Einsatz: Auf durchgehenden Zügen von der Yokohama-Linie wird ATO seit dem 22. November 2025 genutzt. Mit dem Start im Dezember wird sie auf den gesamten Abschnitt Omiya–Ofuna der Keihin-Tohoku- und Negishi-Linie ausgeweitet, eine stark frequentierte Pendlerstrecke.
Für Fahrgäste bleibt die sichtbare Veränderung gering, da das Personal an Bord bleibt und die Türen bedient. Erwartet werden ein ruhigerer, gleichmäßigerer Fahrbetrieb und ein geringerer Energieverbrauch.
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