Citus zeigt Ortung von Feuerwehrleuten ohne GPS, Militär im Blick
Das südkoreanische Unternehmen Citus hat nach eigenen Angaben eine Ortung ohne GPS und ohne eigene Infrastruktur im Brandeinsatz erprobt und will sie auf das Militär ausweiten.

Das südkoreanische Unternehmen Citus hat nach eigenen Angaben eine Technik erfolgreich erprobt, die Menschen ohne GPS und ohne eigene Ortungsinfrastruktur lokalisiert. Der Praxistest fand im Feuerwehrbereich statt. Als Nächstes will das Unternehmen die Technik für militärische Zwecke einsetzen.
Direktor Lee Gyu-young stellte die Ergebnisse am 6. November auf der Herbsttagung der Koreanischen Gesellschaft für Internationale Politik an der Cheongju-Universität vor, in einer Sitzung zum Thema „Verteidigungswissenschaft und nationale Souveränität“. GPS werde seit mehr als 30 Jahren zur Ortung genutzt, habe aber das Problem nicht gelöst, Soldaten im Einsatz zu finden. Nun verfüge man über eine Technik, die das leisten könne.
So funktioniert das System
Beim „infrastrukturlosen“ Ansatz berechnet das Endgerät die Position selbst, und zwar anhand von Schritten, Laufrichtung und Luftdruck. Es soll ohne installierte Infrastruktur, ohne Netzverbindung und ohne Online-Karten funktionieren.
Kombiniert werden ein tragbares Gerät mit GPS, Inertialsensor (IMU), Barometer und Lichtsensor sowie KI-Sensorfusion. Aus Brandschutzplänen werden Eingänge, Treppen und Aufzüge automatisch extrahiert und als Landmarken zur Korrektur genutzt. Eine Mesh-Kommunikation liefert die Daten an die Einsatzleitung. Sie nutzt Relais für Punkt-zu-Mehrpunkt-Verbindungen sowie LoRa und 900-MHz-Zigbee und kann so auch bei Ausfall von LTE oder WLAN weiterarbeiten.
Vorschläge und weitere Beiträge
Lee schlug gemeinsame Tests von Feuerwehr und Militär vor, einen Standard für im Inland gefertigte Ortungsgeräte und Daten sowie die Überführung der Feuerwehr-Forschungsergebnisse in Verteidigungsprojekte und zivil-militärische Technologiekooperation.
Auch andere Redner griffen das Thema auf. KAIST-Professor Han Dong-soo skizzierte eine nationale Radiokarte, die GPS, Basisstationen, WLAN, UWB und 5G zu einer Ortungsinfrastruktur mit nahtlosem Innen- und Außenkoordinatensystem bündeln soll. Künftige Einsätze müssten auf 3D-Rauminformationen und GeoAI-Lagebild beruhen. In der Podiumsdiskussion ging es unter anderem um die Verlässlichkeit von Forschungsergebnissen und klare Kriterien für die nationale Sicherheit.
Apps, die sich lohnen
Tippe die richtigen Felder, addiere, triff das Ziel. Leicht zu lernen, schwer zu meistern. Kostenlos, für jedes Alter.
Sprich mit einem KI-Gesprächspartner; jeder Satz kommt korrigiert und in deiner Sprache erklärt zurück. 9 Sprachen, A1 bis C2.
EDIFACT- und X12-Nachrichten öffnen, jedes Segment verständlich erklärt, in JSON/XML umwandeln, als PDF und Excel exportieren. Läuft lokal, kein Upload.
Wähle, für wen es ist, den Anlass und die Persönlichkeit. Die Suchmaschine liest Produktbeschreibungen lokaler Shops und sortiert, was passt. Kostenlos, ohne Anmeldung.
Mehr von diesem Tag
Alle anzeigen →
Google Cloud erweitert CodeMender und Schutz für KI-Agenten

Operation Ghostbusters: 830.840 mutmaßliche Geisterstudenten

JNSA: Hackerangriff auf Security-Check, bis zu 15.128 Datensätze

Windows 11: Paint-Lücke CVE-2026-83844 erlaubt Remote-Codeausführung
Mehr aus: Wissenschaft
Alle anzeigen →
Ältestes Leder aus Granada: 7.200 Jahre alt, mit Ziegen-DNA

Oak Ridge startet Quantum-HPC-Testsystem mit IBM und AMD

Rechenzentren in Japan: Umgebung heizt sich laut Studie nicht auf
