Windows 11: Paint-Lücke CVE-2026-83844 erlaubt Remote-Codeausführung
In Paint für Windows 11 steckt eine Sicherheitslücke, über die Angreifer aus der Ferne Code ausführen können. Der Patch von Microsoft kommt bei manchen PCs nicht an.

In der Paint-App für Windows 11 steckt eine Sicherheitslücke, die es Angreifern erlaubt, aus der Ferne beliebigen Code auszuführen – ohne Zutun des Nutzers. Microsoft hat zwar einen Fix bereitgestellt, doch der erscheint im Microsoft Store bislang nicht, selbst auf Geräten mit aktivierten automatischen App-Updates.
Die Lücke trägt die Kennung CVE-2026-83844 und wird mit 8,1 von 10 Punkten bewertet. Ursache ist ein Lesezugriff außerhalb des vorgesehenen Speicherbereichs (Out-of-Bounds Read). Laut Microsoft genügt es, ein speziell präpariertes Netzwerkpaket an den anfälligen Dienst zu schicken, um Code auf dem Zielrechner auszuführen. Eine vorherige Authentifizierung ist nicht nötig.
Als „Wichtig“ eingestuft
Microsoft stuft das Problem als „Important“ ein, eine Stufe unter „Critical“. Zudem heißt es, die Ausnutzung sei schwierig, und bislang seien keine Angriffe bekannt.
Der Patch kommt nicht an
Der Fix wurde am 13. Oktober über den Microsoft Store veröffentlicht. Laut Dokumentation sind Paint-Versionen ab 11.2609.401.0 geschützt. Windows Latest stellte jedoch fest, dass der Store die neue Version selbst bei aktivierten automatischen Updates nicht anbot. In den Paint-Einstellungen war Version 11.2603.251.0 installiert.
Andere Nutzer berichten von demselben Problem; auch mit Drittanbieter-Tools zum Herunterladen von MSIX-Paketen ließ sich das Update nicht beziehen. Die Ursache ist unbekannt.
Ein normales Windows-11-Update hilft ebenfalls nicht, da Paint separat über den Microsoft Store aktualisiert wird.
So prüfen Sie Ihre Version
Die installierte Version zeigt Windows PowerShell mit dem Befehl Get-AppxPackage -Name Microsoft.Paint | Select-Object Name, Version. Liegt die Nummer unter 11.2609.401.0, gilt die App laut Microsoft als angreifbar.
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