Madica erhält 6 Mio. Dollar von Flourish Ventures für Afrika
Das Pre-Seed-Programm Madica bekommt weitere 6 Millionen Dollar von Flourish Ventures und will drei Jahre länger 25 bis 30 weitere afrikanische Startups fördern.

Madica, ein auf Afrika ausgerichtetes Pre-Seed-Programm, hat von Flourish Ventures weitere 6 Millionen US-Dollar zugesagt bekommen. Damit verlängert sich die Pilotphase um drei Jahre; finanziert werden sollen 25 bis 30 zusätzliche junge Unternehmen auf dem Kontinent.
Madica startete 2022 unter der Leitung von Emmanuel Adegboye und investiert branchenunabhängig. Das Programm verbindet frühes Kapital mit praktischer Unterstützung beim Unternehmensaufbau, und zwar für Gründerinnen und Gründer, die von klassischen Venture-Capital-Netzwerken oft übersehen werden.
Bisherige Bilanz
Bislang hat Madica in 18 Startups aus 10 afrikanischen Ländern und 12 Branchen investiert, darunter KI, Klimatechnologie, Halbleiter und Biotechnologie. Laut dem Programm haben diese Firmen im Schnitt das Doppelte der ursprünglichen Madica-Investition als Anschlussfinanzierung eingesammelt. Alle Portfoliounternehmen sind mehrheitlich in afrikanischem Besitz, mehr als die Hälfte hat mindestens eine Mitgründerin, und 39 Prozent werden von Frauen geführt.
Die Nachfrage ist groß: Bewerbungen kamen aus 28 Branchen und 78 Ländern, 40 Prozent davon von außerhalb der vier größten afrikanischen Venture-Capital-Märkte.
Wofür das Geld gedacht ist
Das neue Kapital fließt in weitere Pre-Seed-Investments, einen Ausbau der Unterstützung beim Unternehmensaufbau und einen längeren Beobachtungszeitraum. Dieser soll zeigen, wie aus früher Traktion nachhaltiges Wachstum wird und ob das Portfolio über Exits Venture-Renditen erzielen kann.
„Drei Jahre haben uns wertvolle Erkenntnisse und ermutigende erste Signale gebracht, doch der Aufbau dauerhafter Unternehmen und die Bewertung von Venture-Ergebnissen braucht mehr Zeit“, sagte Adegboye. Die Ergebnisse sollen anderen Investoren als anwendbares Modell dienen. Efayomi Carr von Flourish Ventures, zugleich Mitgründerin von Madica, erklärte, die ersten drei Jahre hätten den Glauben an afrikanische Talente gestärkt.
Bewerbungen sind weiterhin möglich. Startups müssen ihren Hauptsitz in Afrika haben, ein Minimum Viable Product mit einigen zahlenden Kunden vorweisen, von Vollzeit-Gründern geführt werden und bislang wenig oder keine institutionelle Finanzierung erhalten haben.
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