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LifeSaveAir: Ralf Dümmel investiert bei DHDL 100.000 Euro

Drei Dortmunder Gründer überzeugen mit einem Gerät gegen Atemwegsblockaden: Ralf Dümmel gibt bei DHDL 100.000 Euro für 25 Prozent an LifeSaveAir.

Three founders demonstrate a handheld suction mask device on a training dummy in front of investors in a television studio.
Bild: Business Insider

Ralf Dümmel steigt bei LifeSaveAir ein: Für 100.000 Euro erhält er 25 Prozent an dem Dortmunder Startup. Den Deal sicherten sich die drei Gründer bei „Die Höhle der Löwen“ mit einem Pitch, der mit einer sehr persönlichen Geschichte begann.

Gründer Nabil Chehade schilderte, wie sein kleiner Sohn Jonas vor sechs Jahren beim Spielen ein Stück Erdbeere aß und plötzlich keine Luft mehr bekam. „Er hustete nicht, er weinte nicht, nur dieser Blick. Panik in seinen Augen“, sagte er. Seine Frau löste das Stück schließlich durch mehrere Schläge auf den Rücken. Gemeinsam mit seinen Cousins Aiman und Jusef Chehade entwickelte er danach den „Lifesaver“.

So funktioniert der Lifesaver

Das Gerät ist ein rein mechanisches Medizinprodukt für akute Atemwegsblockaden. Über eine Maske erzeugt es per Handgriff einen Unterdruck, der einen festen Fremdkörper aus den Atemwegen ziehen soll. Laut den Gründern richtet es sich vor allem an Laien und soll so selbstverständlich werden wie ein Feuerlöscher oder Defibrillator. Zielgruppen sind Haushalte, Kitas, Pflegeheime, Unternehmen und Gastronomie.

Dümmel testete das Gerät an einer Puppe und zeigte sich überzeugt. Er erzählte zudem, sein Sohn habe einmal ein Schokobonbon verschluckt, damals habe er den Heimlich-Griff angewendet.

Skepsis bei den Zahlen

Bei den Zahlen waren die Löwen kritischer. Das Gerät kostet 79 Euro im Verkauf, die Herstellung liegt bei rund 15 Euro. Carsten Maschmeyer fragte, ob das nicht viel für ein bisschen Plastik sei. Die Gründer verwiesen auf viereinhalb Jahre Entwicklung und Zulassung sowie rund 500.000 Euro Investition aus eigenen Unternehmen. Seit der Zulassung vor sieben Monaten verkauften sie etwa 600 Geräte und setzten damit 40.000 Euro um.

Vier von fünf Löwen stiegen aus. Frank Thelen vermisste Dringlichkeit, Janna Ensthaler verwies auf die Skepsis von Konsumenten gegenüber Produkten, die man nur vielleicht einmal braucht. Die Cousins betreiben außerdem eine Pflegeagentur und einen Großhandel mit achtstelligem Jahresumsatz.

Dümmel blieb als Letzter. Die Gründer erhöhten ihr Angebot von 10 auf 20 Prozent, er verlangte 25 Prozent und bekam sie. Die Gründer wollen ihre anderen Firmen verkaufen, um sich ganz auf LifeSaveAir zu konzentrieren. Ob der Deal nach der Aufzeichnung tatsächlich zustande kam, ist offen.

Schlagwörter:lifesaveairdhdlralf dümmelmedical devicechokingstartup deal

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