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EUDI-Wallet d-you: Projektleiter verteidigt Start ohne Pseudonym

Verbraucherschützer fordern Nachbesserungen an der EUDI-Wallet-App d-you. Projektleiter Torsten Lodderstedt will sie auch ohne Pseudonym-Funktion starten.

Smartphone showing a digital identity wallet app with a lock symbol, representing the EUDI wallet and privacy debate.
Bild: c't Magazin

Die geplante deutsche EUDI-Wallet-App „d-you“ soll auch dann starten, wenn die Pseudonym-Funktion zum Beginn noch nicht bereitsteht. Das ist die Haltung von Projektleiter Torsten Lodderstedt, der in einem Interview auf die Kritik von Verbraucherschützern reagiert.

Verbraucherschützer fordern Nachbesserungen

Verbraucherschützer verlangen Änderungen an der App, bevor sie bei den Nutzern ankommt. Im Mittelpunkt steht die fehlende Pseudonym-Funktion. Sie soll es ermöglichen, sich auszuweisen oder bestimmte Eigenschaften zu bestätigen, ohne die vollständige Identität preiszugeben. Für datenschutzbewusste Nutzer gehört das zu den zentralen Versprechen einer digitalen Identitäts-Wallet.

Lodderstedt plädiert dafür, die App ohne dieses Merkmal zu starten, statt die gesamte Veröffentlichung zu verschieben. Das c't-Interview geht auf die Punkte der Kritiker direkt ein.

Warum das wichtig ist

Die EUDI-Wallet soll in der EU zum digitalen Behälter für Ausweise und Nachweise werden. Wie viele Daten Nutzer im Alltag preisgeben müssen, dürfte maßgeblich über Vertrauen und Akzeptanz entscheiden. Eine erste Version ohne Pseudonyme könnte schneller bei den Menschen ankommen, lässt aber eine Lücke, die Datenschützer für erheblich halten.

Die Debatte um d-you zeigt den Zielkonflikt des Projekts: auf der einen Seite ein zügiger Start, auf der anderen volle Datenschutzfunktionen von Anfang an. Welche der kritisierten Punkte wann angegangen werden, ist Thema des Gesprächs.

Schlagwörter:eudi walletd-youdigital identityprivacypseudonymgermany

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