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Hardware·2 Min. Lesezeit

MacBook Pro mit OLED: Wie groß ist das Einbrenn-Risiko wirklich?

Das erste MacBook Pro mit OLED-Touchdisplay erreicht bis zu 2.000 Nits und kostet 3.349 Euro. Die Angst vor dem Einbrennen ist verständlich, im Alltag aber meist unbegründet.

A MacBook Pro with an OLED touchscreen display open on a desk showing a bright colorful interface.
Bild: xataka.com

Apple hat erstmals ein OLED-Display, und zwar ein berührungsempfindliches, in ein MacBook eingebaut. Das neue MacBook Pro PROLED XDR ist das aufwendigste Notebook des Unternehmens, sein Panel erreicht bis zu 2.000 Nits. Es kostet 3.349 Euro, und neben dem Preis beherrscht eine Frage die Debatte: Brennt das Display ein?

Woher die Sorge kommt

Bei OLED-Panels leuchtet jedes Pixel selbst und verschleißt als organisches Element mit der Zeit. Einbrennen entsteht, wenn ein statisches Element viele Stunden angezeigt wird und die betroffenen Pixel schneller altern als ihre Umgebung. Zurück bleibt ein dauerhafter Schatten eines Logos, einer Leiste oder eines Bedienelements. Am Computer, wo Menüleiste, Dock und Browser-Toolbar stundenlang am selben Platz stehen, wiegt die Sorge noch schwerer.

Die Schutzmaßnahmen werden besser

Die Hersteller haben über die Generationen nachgerüstet. Zu den Software-Methoden zählen das regelmäßige Verschieben des Bilds um wenige Pixel, eine mehrminütige Neukalibrierung des Panels beim Ausschalten und das gezielte Abdunkeln einzelner Elemente wie der Taskleiste. Hinzu kommen bessere Kühlkörper, damit sich die Pixel weniger erwärmen. MSI nutzt sogar einen Anwesenheitssensor, der die Panelpflege startet, sobald man sich entfernt. Asus und MSI geben auf ihre OLED-Monitore drei Jahre Garantie.

Welche OLED-Art im MacBook Pro steckt, hat Apple noch nicht verraten. Im iPad Pro kommt jedoch Tandem-OLED zum Einsatz: Zwei übereinanderliegende Schichten teilen sich die Last, was das Einbrennen erschwert.

Keine perfekte Technik

Der Display-Tester Rtings veröffentlichte im Sommer eine Untersuchung, wonach das Einbrennen schlimmer ausfiel als erwartet, mit Spuren auf nahezu allen Panels. Allerdings war der Test extrem: 18.000 Stunden lang derselbe Nachrichtensender, das entspricht zehn Jahren bei fünf Stunden täglich. Rtings selbst betonte, dass dies nicht zehn Jahren normaler Nutzung entspricht und Einbrennen bei abwechslungsreichen Inhalten unwahrscheinlich bleibt.

Am Notebook frischen Appwechsel, Vollbildvideos ohne Dock und Menüleiste oder ein Wechsel des Desktops die statischen Elemente ständig auf. Da unklar ist, welche Schutztechniken Apple einsetzt, lautet das Fazit: Wer das Gerät will und sich leisten kann, muss das Einbrennen kaum fürchten.

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