MacBook Pro mit Touchscreen: Apple kehrt Steve Jobs' Linie um
Apple stellt MacBook-Pro-Modelle mit OLED-Touchscreen in 14 und 16 Zoll vor und verabschiedet sich von einem Prinzip, das Steve Jobs 2010 verteidigte.

Apple bringt erstmals ein MacBook Pro mit Touchscreen. Die neuen Modelle haben OLED-Displays mit 14 und 16 Zoll. Die Vorbestellung beginnt am 30. Oktober, die ersten Geräte sollen am 6. November bei den Kunden ankommen.
Damit rückt Apple von einer Haltung ab, die Mitgründer Steve Jobs 2010 klar formuliert hatte. Bei einer Mac-Präsentation kritisierte er Touch auf senkrecht stehenden Laptop-Displays als ergonomisch fatal: Das ständige Greifen zum Bildschirm sei unbequem und ermüdend. Touch gehöre auf Geräte wie das iPad, Laptops bediene man am besten mit Tastatur und Trackpad. Apple hielt jahrelang daran fest, und noch 2021 hieß es, das iPad sei der beste Touchscreen-Computer des Unternehmens.
Touch als Ergänzung
Einen Tablet-Ersatz will Apple das MacBook Pro nicht machen. Die Touch-Bedienung soll eine zusätzliche Möglichkeit sein, etwa zum Scrollen, Zoomen oder Verschieben von Elementen. Tastatur und Trackpad bleiben die wichtigsten Eingabegeräte. Außerdem hat Apple das Scharnier verstärkt, damit das Display beim Antippen weniger wackelt.
Laut Apple haben Fortschritte bei Displays, Chips und Software die Funktion ohne Kompromisse möglich gemacht. Auch das Nutzerverhalten hat sich verändert: Wer seit Jahren Smartphone und Tablet benutzt, empfindet Touch am Laptop heute womöglich als selbstverständlich.
Offene Fragen
Konkurrenten bieten Touchscreen-Notebooks seit Jahren an, neu ist die Technik am Markt also nicht. Ob Mac-Nutzer die Funktion im Alltag wirklich brauchen oder ob sie vor allem ein hübsches Extra für einen teuren Rechner bleibt, lässt sich erst nach längeren Tests beurteilen. Dazu bietet sich ab Anfang November Gelegenheit, wenn die Geräte ausgeliefert werden.
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