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Samsung warnt: RAM-Knappheit verschärft sich 2027 deutlich

Samsung rechnet damit, dass der KI-Boom die Speicherknappheit 2027 weiter verschärft und die Folgen bis 2028 reichen – trotz Rekordumsatz im jüngsten Quartal.

Samsung memory chips and RAM modules on a circuit board in front of a data center server rack.
Bild: Hipertextual

Samsung rechnet nicht mit einer baldigen Entspannung am Speichermarkt. In seiner jüngsten Quartalspräsentation warnte der Konzern, dass die Versorgungslage 2027 noch angespannter sein wird als 2026 und die Folgen auch 2028 spürbar bleiben.

Zugleich meldet Samsung Rekordumsätze: Im Quartal erlöste das Unternehmen umgerechnet rund 146,3 Milliarden US-Dollar. Die Halbleitersparte steigerte ihre Verkäufe um 15 Prozent und nahm mehr als 110 Milliarden Dollar ein. Haupttreiber ist die hohe Nachfrage nach Komponenten für KI-Server und Rechenzentren.

KI-Nachfrage saugt das Angebot auf

Eine Folie der Präsentation benennt das Problem direkt. Demnach werden die Investitionen in KI-Infrastruktur mit dem Wachstum des KI-Ökosystems anziehen, und der starke Nachfrageschub dürfte die Angebotsknappheit im Vergleich zum Kalenderjahr 2026 weiter verschärfen.

Samsung teilte außerdem mit, dass die gesamte HBM4-Produktion für 2027 bereits verkauft ist. Die Serienfertigung des Nachfolgers HBM4E soll in der ersten Jahreshälfte 2027 beginnen und im zweiten Halbjahr hochgefahren werden. Zudem verweist das Unternehmen auf wachsende Nachfrage nach DDR5-Modulen und Server-SSDs.

Ein Manager erklärte, die fortschreitende Verlagerung der Bit-Produktion von herkömmlichem DRAM hin zu HBM wirke wie eine physische Beschränkung des Angebots. Samsung geht davon aus, dass die Auswirkungen über 2027 hinaus anhalten, selbst wenn das Unternehmen seine Investitionen erhöht.

Folgen für Verbraucher

Behält Samsung recht, bleibt die Chipbranche stark auf die Versorgung von KI-Infrastruktur ausgerichtet. Für Unterhaltungselektronik bleibt dann weniger Speicher übrig, die Komponenten bleiben teuer, und Preise für Smartphones, PCs und andere Geräte steigen weiter.

Für Käufer heißt das: Mit baldiger Entlastung ist nicht zu rechnen. Die Knappheit, die viele Geräte bereits verteuert hat, dürfte mindestens zwei weitere Jahre anhalten.

Schlagwörter:samsungram shortagehbm4dramai data centersmemory prices

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