Freshworks übernimmt KI-Startup Robusta für Freshservice
Freshworks kauft das israelische KI-Startup Robusta Dev zu einem nicht genannten Preis. Freshservice erhält damit KI-gestützte Störungsanalyse und Lösungsvorschläge.

Freshworks hat das israelische KI-Startup Robusta Dev für einen nicht genannten Betrag übernommen. Der an der Nasdaq notierte Softwareanbieter will damit seine IT-Service-Management-Plattform Freshservice um KI-gestützte Störungsanalysen erweitern. Die Technologie soll Ausfälle untersuchen, ihre Ursachen finden und Gegenmaßnahmen empfehlen.
Was Robusta mitbringt
Robusta wurde von Natan Yellin und Arik Alon gegründet. Das Startup setzt KI-Agenten ein, die Monitoring-Daten, Informationen aus der IT-Infrastruktur sowie jüngste Code- oder Konfigurationsänderungen auswerten, um die Ursache eines Ausfalls zu bestimmen. Außerdem ermitteln sie, wie sich eine Störung auf verbundene Dienste auswirkt, und schlagen Schritte zur Behebung vor.
Laut Freshworks sollen so manuelle Untersuchungen entfallen, Alarme gebündelt und Störungen schneller behoben werden. Ingenieure können die empfohlenen Maßnahmen prüfen und freigeben, bevor Änderungen an Produktivsystemen erfolgen.
Gründer Yellin erklärte, die Technologie ermögliche KI-Agenten den wirksamen Einsatz in großen Unternehmensumgebungen. Dort fallen so viele Rohereignisse an, dass die Einzelprüfung jedes Ereignisses allein wegen der Token-Kosten unverhältnismäßig teuer wäre. Bei Freshworks erhalte das Team die nötige Reichweite, während Menschen die Kontrolle über Entscheidungen behielten, die Produktivsysteme betreffen.
Teil einer größeren Einkaufstour
Freshworks will Robusta in Freshservice integrieren und die Zusammenarbeit mit Incident-Response-Plattformen wie FireHydrant vertiefen. FireHydrant hatte das Unternehmen im Dezember vergangenen Jahres übernommen; es hilft Firmen, ihre Reaktion auf Ausfälle zu koordinieren. Robusta ergänzt Ursachenanalyse und Behebungsempfehlungen. Diagnose, Reaktion und Vorbeugung sollen verknüpft werden, sodass Erkenntnisse aus früheren Störungen wiederkehrende Ausfälle verringern.
Zuvor hatte Freshworks in diesem Monat die Übernahme von Torii angekündigt, einer SaaS-Management-Plattform, mit der Unternehmen Softwarenutzung nachverfolgen und KI-Ausgaben steuern.
Die Zukäufe fallen in eine Phase des Umbaus. Im ersten Quartal 2026 verbuchte Freshworks einen Nettoverlust von 4,8 Millionen US-Dollar, obwohl der Umsatz im Jahresvergleich um 16 Prozent auf 228,6 Millionen US-Dollar stieg. Zudem kündigte das Unternehmen an, rund 11 Prozent der Belegschaft, etwa 500 Stellen, abzubauen, um KI stärker in der Produktentwicklung zu nutzen und Routinearbeit zu automatisieren.
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