Holidu streicht rund 60 Stellen nach mehreren Zukäufen
Das Münchner Ferienhaus-Scaleup Holidu baut knapp acht Prozent seiner Stellen ab. Rund 60 Beschäftigte müssen nach mehreren Zukäufen gehen, bestätigt der CEO.

Das Münchner Ferienhaus-Scaleup Holidu trennt sich von rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und baut damit knapp acht Prozent seiner Stellen ab. Mitgründer und CEO Johannes Siebers bestätigte den Schritt. Die Zahl der Beschäftigten sinkt von etwa 730 auf rund 670.
Abbau nach einem Jahr voller Zukäufe
Der Stellenabbau folgt auf mehrere Übernahmen, die das Unternehmen in diesem Jahr abgeschlossen hat. Siebers hat die Gründe für die Entscheidung erläutert. Klar ist: Holidu verkleinert seine Belegschaft kurz nach einer Expansion durch Zukäufe, betroffen ist etwa jede zwölfte Stelle.
Der Zeitpunkt ist bemerkenswert. Übernahmen bringen in der Regel zusätzliche Menschen, Produkte und Prozesse ins Unternehmen. Die Kündigungen zeigen, dass Wachstum durch Zukäufe nicht automatisch ein größeres Team bedeutet. Wie sich der Abbau auf einzelne Abteilungen oder Standorte verteilt, ist nicht bekannt.
Was das bedeutet
Für die betroffenen Beschäftigten bringt die Nachricht Unsicherheit, und das in einer Phase, in der die deutsche Startup-Szene immer wieder Restrukturierungen erlebt. Für den Markt ist es ein Signal, dass selbst etablierte Scaleups im Ferienhaussegment nach Phasen der Expansion ihre Kosten und Organisation anpassen.
Holidu mit Sitz in München ist im Segment der Ferienunterkünfte aktiv und beschäftigt mehrere hundert Menschen. Mit rund 670 verbleibenden Beschäftigten bleibt das Unternehmen weiterhin groß. Wie die Integration der zugekauften Firmen weitergeht und ob weitere organisatorische Änderungen geplant sind, wurde bislang nicht mitgeteilt.
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