KDDI und newmo schließen Kapitalpartnerschaft für Robotaxis
KDDI und der Taxianbieter newmo bündeln ihre Kräfte: Bis 2028 sollen selbstfahrende Taxis in Sakai bei Osaka kommerziell fahren, später landesweit.

Der japanische Mobilfunkkonzern KDDI und der Taxibetreiber newmo haben am 6. November eine Kapitalpartnerschaft für selbstfahrende Taxis geschlossen. Ziel ist der kommerzielle Start eines Robotaxi-Dienstes in Sakai in der Präfektur Osaka im Jahr 2028.
KDDI steuert Kommunikationstechnik, KI-Recheninfrastruktur, Fernüberwachung und hochpräzise Positionsbestimmung bei. Diese Bausteine werden mit der Technik für autonomes Fahren von newmo kombiniert. Als dritter Partner beteiligt sich KDDI Smart Mobility an der Zusammenarbeit, die lokale Verkehrsprobleme lösen soll.
Von Sakai in ganz Japan
Neben dem Start in Sakai prüfen die drei Unternehmen, die dort entwickelten und erprobten Betriebsfunktionen für Robotaxis mit dem KI-gestützten Bedarfsverkehr sowie den autonomen Bussen und Shuttles von KDDI Smart Mobility zu verknüpfen. Anbieter des regionalen Nahverkehrs im ganzen Land sollen diese Funktionen nutzen können. Langfristig sind neue Dienste zusammen mit den Kommunikations-, Finanz- und Handelsangeboten der KDDI-Gruppe und anderen Branchen geplant.
KDDI und KDDI Smart Mobility sind bereits Mitglied im „Konsortium zur Umsetzung selbstfahrender Taxis in Sakai“, dessen Geschäftsstelle newmo führt. newmo trainiert seine KI-Modelle für das autonome Fahren auf der KI-Recheninfrastruktur von KDDI. Der Konzern sieht Sakai als „Startbasis für den KI-Einsatz“ und will von dort die Kommerzialisierung und die Ausweitung auf weitere Regionen beschleunigen.
Was KDDI liefert
KDDI-Manager Tomohiko Katsuki erklärte bei der Vorstellung der Zahlen zum zweiten Quartal, KDDI unterstütze zunächst die Erprobung in Sakai, stelle newmo GPUs vor Ort als Rechenressourcen bereit und liefere ein mobiles Kontrollzentrum für die Fernunterstützung. newmo habe viele Taxiunternehmen per Übernahme erworben und etwa nach Kanagawa, Karuizawa und Okinawa expandiert; die in Sakai vortrainierte Technik solle nun landesweit verbreitet werden.
KDDI-Präsident Koji Matsuda sprach von der Herausforderung, Rechenleistung und Konnektivität des Konzerns auf den Mobilitätssektor auszuweiten.
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