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Drafted Ventures: Pokerstar Fedor Holz gründet VC-Dachfonds

Pokerprofi Fedor Holz und Instaffo-Gründer Christoph Zöller starten mit Drafted Ventures einen Dachfonds, der beim First Closing bereits über 15 Millionen Euro eingesammelt hat.

Two men in business attire stand side by side, representing the founders of the venture capital fund of funds Drafted Ventures.
Bild: Business Insider

Fedor Holz, einst die Nummer eins der Poker-Weltrangliste, setzt künftig verstärkt auf Venture Capital. Gemeinsam mit Christoph Zöller, Mitgründer und Geschäftsführer von Instaffo, hat er Drafted Ventures gegründet. Der Dachfonds investiert nicht direkt in Startups, sondern in junge VC-Fonds.

Laut Zöller hat Drafted beim First Closing bereits mehr als 15 Millionen Euro eingesammelt. Der angestrebte Hardcap liegt bei 25 Millionen Euro. Geplant sind Investments von jeweils rund einer Million Euro in etwa 20 frühphasige VC-Fonds. So soll ein Portfolio mit Beteiligungen an rund 400 Startups entstehen. „Unser Ziel ist, mit Drafted einen der besten Fund-of-Funds in Europa aufzubauen“, sagt Zöller.

Vom Pokertisch zum Investor

Holz gewann Preisgelder in Millionenhöhe und führte schon Anfang 20 die Weltrangliste an, in der Szene hieß er „German Wunderkind“. Danach wechselte er ins Unternehmertum und gründete die Meditations-App Primed Mind, die mit Headspace konkurrieren sollte, sowie die Lernplattform Pokercode. Als Investor beteiligte er sich bislang an rund 30 Startups und 20 Fonds.

Kennengelernt haben sich die beiden vor knapp zehn Jahren bei einem Learning Day der Entrepreneurs' Organization, damals standen beide ganz am Anfang. Heute sind sie eng befreundet. Seit etwa sechs Jahren investieren beide privat in VC-Fonds und haben zusammen mehr als 35 Fondsinvestments getätigt, von kleinen Early-Stage- bis zu großen Later-Stage-Fonds. Aus dem Austausch darüber entstand die Idee zu Drafted.

Warum ein Dachfonds

Zöller betont, es fehle nicht an guten VC-Fonds. Vielmehr verlören viele Anleger langfristig Geld oder erzielten weniger Rendite, als die Asset-Klasse hergibt. Anders als am Aktienmarkt funktioniere der Kauf eines Index bei Venture Capital nicht. Attraktiv sei die Anlageklasse nur, wenn man in die besten 25 Prozent der Fonds investiert; über die Hälfte aller VC-Fonds biete kein besonders attraktives Renditeprofil.

Holz sagt, Poker habe ihn gelehrt, Entscheidungen unter Unsicherheit zu treffen und das Ergebnis von der Qualität der Entscheidung zu trennen. Das sei im Venture Capital entscheidend, wo Ergebnisse oft erst nach acht oder zehn Jahren sichtbar werden. Zudem zieht er eine Parallele zwischen dem frühen Erkennen von Spitzenspielern und der Auswahl von Emerging Managern. Zöller bringt die Gründerperspektive ein, Holz die des Investors, der Risiko bewertet.

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