China blockiert SoftBanks 5,4-Milliarden-Dollar-Deal mit ABB Robotics
China hat die geplante Übernahme des ABB-Robotikgeschäfts durch SoftBank für 5,4 Milliarden Dollar gestoppt. Der Konzern wollte damit seine Industrieautomation ausbauen.

China hat die geplante Übernahme des Robotikgeschäfts von ABB durch SoftBank im Volumen von 5,4 Milliarden US-Dollar blockiert. Damit scheitert vorerst ein Geschäft, das den japanischen Konzern tiefer in die Industrieautomation geführt hätte.
SoftBank hatte erklärt, die Übernahme würde die eigenen Fähigkeiten in der Industrieautomation erweitern. Über SoftBank Robotics entwickelt das Unternehmen vor allem humanoide Roboter und Serviceroboter – ein Feld, das sich deutlich von den Fabrikrobotern unterscheidet, für die ABBs Robotiksparte steht. Der Zukauf hätte SoftBank daher von Service- und Humanoiden-Systemen in die Industrie ausgeweitet.
Warum das wichtig ist
Die Entscheidung zeigt, dass die Genehmigung durch chinesische Behörden über große grenzüberschreitende Technologiedeals entscheiden kann, selbst wenn die beteiligten Firmen anderswo sitzen. Für SoftBank entfällt ein Weg, im Industrierobotik-Markt schnell zu wachsen – zu einer Zeit, in der Automatisierung für Hersteller weltweit Priorität hat.
Für ABB bedeutet der Ausgang, dass die Robotiksparte vorerst im Konzern bleibt; andere Verkaufs- oder Umbauoptionen bleiben offen.
Wie es weitergeht
Zu den Gründen der Entscheidung und zu möglichen Schritten von SoftBank, etwa einer Anfechtung oder geänderten Konditionen, liegen keine Angaben vor. Davon hängt ab, ob der Konzern einen anderen Weg in die Industrieautomation sucht oder sich auf seine bestehenden Humanoiden- und Servicerobotik-Linien konzentriert.
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