Sequoia Capital sammelt 8,9 Mrd. Euro ein und schließt Londoner Büro
Sequoia Capital schließt sein Büro in London im Zuge einer Neuaufstellung und bestätigt neue Fonds über 8,89 Milliarden Euro. Die meisten Partner vor Ort bleiben in Europa.
Sequoia Capital, eine der ältesten und bekanntesten Risikokapitalgesellschaften des Silicon Valley, schließt sein Büro in London. Das gehört zu einer breiter angelegten Neuaufstellung. Zugleich bestätigte das Unternehmen, neue Fonds im Umfang von 8,89 Milliarden Euro (10 Milliarden US-Dollar) eingesammelt zu haben.
Die Änderungen stellte die Firma in einer Ankündigung mit dem Titel „The Sequoia of Tomorrow“ vor. Sie beschreibt darin mehrere tiefgreifende Anpassungen, die Schließung des Londoner Standorts ist die auffälligste.
Partner bleiben in Europa
Trotz der Schließung haben sich die meisten der in London ansässigen Partner dafür entschieden, in Europa zu bleiben. Wo und in welcher Struktur sie künftig arbeiten, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.
Was das bedeutet
Sequoia zählt zu den am genauesten beobachteten Namen der Branche. Jede Veränderung der geografischen Aufstellung wird von Gründern und Investoren als Signal gelesen. Die Schließung eines europäischen Standorts wirft die Frage auf, wie die Firma Startups auf dem Kontinent künftig begleiten will, auch wenn das frische Kapital erheblichen Spielraum verschafft.
Für europäische Gründer ist wichtig, dass die meisten lokalen Partner auf dem Kontinent bleiben. Beziehungen und Know-how in der Region gehen damit womöglich nicht verloren. Offen ist, wie Investments ohne Londoner Drehscheibe gefunden und betreut werden.
Die neuen Fonds von 8,89 Milliarden Euro zeigen zugleich, dass das Interesse der Geldgeber ungebrochen ist. Weitere Einzelheiten zur Neuaufstellung und zum Einsatz des Kapitals dürften folgen, sobald die Änderungen greifen.
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