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Krypto·1 Min. Lesezeit

Binance nimmt Auszahlungen nach 6,3-Milliarden-Hack schrittweise auf

Nach einem Hack mit 6,3 Milliarden Dollar Schaden schaltet Binance Krypto-Auszahlungen stufenweise wieder frei. 95 Prozent der gestohlenen Assets sind laut Börse gedeckt.

Binance logo displayed on a smartphone over a dark background with digital cryptocurrency symbols, representing the exchange's recovery after a major hack.
Bild: اليوم السابع

Binance öffnet die Auszahlungen von Kryptowährungen wieder, die nach einem Hackerangriff gestoppt worden waren. Bei dem Angriff wurden digitale Vermögenswerte im Wert von 6,3 Milliarden US-Dollar gestohlen. Die Börse stellt ihre Dienste in Etappen wieder her, je nach Coin und Netzwerk unterschiedlich schnell.

Nach eigenen Angaben hat Binance 95 Prozent der gestohlenen Assets bereits ersetzt und kauft den Rest weiter zu, um die entstandene Lücke zu schließen. Bei einigen Token ist die Liquidität gering, weshalb die Beschaffung länger dauert. Die Plattform sagt zu, die Verluste selbst zu tragen und nicht an Nutzer weiterzugeben.

Teilweise Wiederaufnahme

Ein- und Auszahlungen waren laut Binance ausgesetzt worden, um den Angriff einzudämmen, seine Auswirkungen zu bewerten und Sicherheitsprüfungen durchzuführen. Entsprechend ungleichmäßig verläuft der Neustart: Zum Zeitpunkt der Mitteilung waren einige Auszahlungen von Bitcoin und Ethereum noch teilweise ausgesetzt, andere Dienste liefen wieder. Wegen des hohen Transaktionsvolumens kann es zudem zu Verzögerungen bei der Bearbeitung kommen.

Zwischen 06:00 und 15:30 Uhr UTC am Sonntag bearbeitete Binance Auszahlungen über 4,6 Milliarden Dollar und Einzahlungen über 1 Milliarde Dollar. Das entspricht einem Nettoabfluss von 3,6 Milliarden Dollar, also 2,1 Prozent der verwalteten Vermögenswerte.

Zuordnung und Ausblick

Das US-amerikanische FBI ordnet den Angriff der Gruppe TraderTraitor zu, die mit Nordkorea in Verbindung steht. Binance kündigte an, nach Abschluss der Untersuchung einen Bericht mit Details zum Vorfall zu veröffentlichen.

Für Kunden bedeutet die Wiederaufnahme der Auszahlungen einen Schritt der Erholung, aber keinen Schlusspunkt. Wer Guthaben auf der Plattform hat, muss vorerst mit unterschiedlicher Verfügbarkeit je nach Asset und Netzwerk sowie mit möglichen Verzögerungen rechnen, bis alle Dienste wieder laufen.

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Schlagwörter:binancecrypto hackwithdrawalstradertraitornorth koreabitcoin

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