Osegi
Krypto·1 Min. Lesezeit

FBI: Nordkorea steckt hinter 6-Milliarden-Dollar-Hack bei Binance

Das FBI bestätigt Nordkoreas Rolle beim Binance-Hack über 6 Milliarden Dollar und bittet die DeFi-Branche, BTC-, ETH- und SOL-Adressen zu sperren.

Illustration of a blockchain network with flagged wallet addresses and a red warning symbol over the Binance logo.
Bild: CoinDesk

Das FBI hat bestätigt, dass Nordkorea hinter dem Hack von Binance im Umfang von 6 Milliarden Dollar steckt. Die Behörde bittet die DeFi-Community (Decentralized Finance), Kryptoadressen der Angreifer zu sperren. Betroffen sind Bitcoin, Ethereum und Solana.

In seiner Mitteilung führt das FBI mehrere hundert Adressen auf. Der Blockchain-Analyse-Anbieter Chainalysis erklärte jedoch, die Binance-Angreifer hätten bereits Tausende Adressen genutzt. Die Firma rechnet damit, dass diese Zahl weiter steigt.

Warum die Lücke wichtig ist

Adressensperren gehören zu den wenigen Werkzeugen, mit denen DeFi-Plattformen und andere Krypto-Dienste gestohlenes Geld schwerer bewegbar machen können. Weigert sich ein Protokoll, markierte Wallets zu bedienen, haben die Täter weniger Wege, Mittel zu tauschen, über Bridges zu verschieben oder auszuzahlen.

Eine Liste wirkt allerdings nur so weit, wie sie vollständig ist. Verteilen die Angreifer ihre Gelder offenbar auf deutlich mehr Adressen, als das FBI genannt hat, deckt eine Sperrliste allein auf Basis der Mitteilung nur einen Teil der Aktivitäten ab. Plattformen stehen damit unter Druck, die offizielle Liste mit eigenem Monitoring und Daten von Analyseanbietern zu ergänzen.

Wie es weitergeht

Da Chainalysis mit weiter wachsenden Adresszahlen rechnet, dürfte die Liste aktualisiert werden müssen, sobald weitere Wallets identifiziert sind. Die öffentliche Zuordnung zu Nordkorea reiht den Binance-Vorfall zudem neben andere große Krypto-Diebstähle ein, die US-Behörden dem Land zuschreiben. Sie zeigt auch, dass die Ermittler wollen, dass die Branche rasch handelt, statt das Ende der Untersuchung abzuwarten.

Für Börsen, DeFi-Protokolle und Wallet-Anbieter heißt das praktisch: jetzt gegen die FBI-Adressen prüfen und bereit sein, neue Adressen zügig aufzunehmen.

Apps, die sich lohnen

Schlagwörter:fbinorth koreabinancechainalysisdefihack

Mehr von diesem Tag

Alle anzeigen →

Mehr aus: Krypto

Alle anzeigen →