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Audi testet humanoide Roboter von Agile Robots in Ingolstadt

Audi erprobt in Ingolstadt fahrbare Humanoide von Agile Robots, die Bauteile aus Behältern greifen und in Montagereihenfolge sortieren. Nvidia und Dassault sind dabei.

A wheeled humanoid robot picking parts from bins in an Audi factory logistics area in Ingolstadt.
Bild: اليوم السابع

Audi testet in seinem Werk in Ingolstadt humanoide, mobile Roboter von Agile Robots, um die Sequenzierung von Bauteilen zu automatisieren. Das Pilotprojekt konzentriert sich darauf, Komponenten aus Behältern zu entnehmen und in der Reihenfolge anzuordnen, die in späteren Montageschritten benötigt wird. Dabei kommen Robotik, künstliche Intelligenz und virtuelle Simulation zusammen.

Beteiligt sind Audi, Agile Robots, Dassault Systèmes und Nvidia. Angekündigt wurde die Initiative am 21. Oktober auf der NVIDIA GTC Berlin. Quantitative Leistungsdaten oder einen Zeitplan für einen breiteren Einsatz in den Werken gibt es bislang nicht.

Sequenzierung als Knackpunkt

Die Tests laufen im Produktionslabor von Audi in Ingolstadt. Die Roboter sollen Teile aus Behältern greifen und in vorgegebener Reihenfolge ablegen, damit sie zur richtigen Zeit und in der richtigen Abfolge an den Montagestationen ankommen. Klassische Industrieroboter tun sich damit schwer, weil sich Bauteile in Form, Verpackung und Lage unterscheiden.

In der Materialversorgung von Audi fallen rund eine Million Griffe pro Tag an. Die Zahl zeigt den Umfang der Aufgabe im Werk, nicht die Leistung der neuen Roboter. Im Versuch kommen Humanoide vom Typ Agile One zum Einsatz, die menschliche Reichweite und zweiarmiges Greifen mit einer fahrbaren Basis verbinden. So können sie in bestehenden Industrieumgebungen arbeiten, ohne dass die Fabrik zwingend um feste Roboterarbeitsplätze herum umgebaut werden muss.

Gerd Walker, Vorstand für Produktion und Logistik der Audi AG, sagte, die reihenfolgegerechte Teileentnahme sei seit Jahrzehnten eine der schwierigsten Automatisierungsaufgaben in der Fahrzeuglogistik. Gemeinsam mit den Partnern prüfe Audi, ob KI-gestützte Roboter diese Aufgabe lösen und die Produktivität steigern können.

Simulation vor dem Hallenboden

Der Roboter muss jedes Teil erkennen, einen schonenden Griff wählen und es korrekt ablegen. Schwieriger wird das bei flexiblen oder halbsteifen Bauteilen, die sich beim Bewegen verformen. KI-gestützte Wahrnehmung und die Koordination beider Arme sollen helfen.

Dassault Systèmes baut mit DELMIA und der 3DEXPERIENCE-Plattform einen virtuellen Zwilling der Logistikumgebung. Ingenieure können Machbarkeit, Taktzeiten, Arbeitsumgebung und Sicherheit prüfen; Bibliotheken von Nvidia Omniverse simulieren physische Umgebungen und Roboterinteraktionen. Zudem planen die Partner KI-basierte virtuelle Assistenten für die Entwicklungsarbeit.

Das Projekt befindet sich noch in der Proof-of-Concept-Phase. Entscheidend wird sein, ob die Roboter vielfältige Bauteile zuverlässig handhaben, im Produktionstakt arbeiten und sich in die vorhandene Werksinfrastruktur einfügen. Einen festen Zeitplan für einen werksweiten Einsatz nennt Audi nicht.

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Schlagwörter:audiagile robotshumanoid robotsnvidiadassault systemesautomotive manufacturing

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