Vaishnaw nimmt Social-Media-Plattformen bei Online-Schäden in die Pflicht
Vaishnaw erklärt, Social-Media-Konzerne seien keine passiven Vermittler mehr und müssten für Schäden durch Inhalte haften, etwa bei Cyberbetrug und Digital-Arrest-Betrug.

Vaishnaw hat erklärt, dass sich Social-Media-Unternehmen nicht länger als passive Vermittler darstellen können. Sie müssten Verantwortung für die schädlichen Folgen von Inhalten übernehmen, die über ihre Plattformen verbreitet werden.
Als Begründung nannte er den Wandel des digitalen Ökosystems, der auch die Rolle der Plattformen verändert habe. Zu den Schäden zählte er Cyberbetrug und sogenannte „Digital-Arrest“-Betrügereien, bei denen Opfer über Online-Kanäle ins Visier genommen werden.
Keine Klarheit zum Safe Harbour
Die Äußerungen legen die Last auf die Plattformen, klären aber nicht die Frage, die für die Branche am wichtigsten ist: die Zukunft des Safe-Harbour-Schutzes. Dieses Prinzip schützt Vermittler vor einer Haftung für Inhalte, die Nutzer einstellen. Vaishnaw sagte nicht klar, wie sich dieser Schutz ändern könnte. Die rechtlichen Folgen der neuen Haltung bleiben daher offen.
Was das bedeutet
Für die Plattformen ist das ein Signal, dass das Argument des neutralen Übermittlers bei der Politik an Gewicht verliert, vor allem dort, wo Betrug unmittelbaren finanziellen und persönlichen Schaden verursacht. Nutzer dürfen höhere Erwartungen daran haben, dass Unternehmen betrügerische Inhalte erkennen und eindämmen, statt nur auf Beschwerden zu reagieren.
Solange die Regierung nicht darlegt, ob und wie die Safe-Harbour-Regeln angepasst werden, müssen die Unternehmen das politische Signal ohne klaren Rechtsrahmen deuten. Eine formale Änderung würde bestimmen, wie weit ihre Haftung reicht und welche Pflichten auf sie zukommen.
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