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Südkorea: Passdaten von 168 Passagieren der Präsidentenmaschine geleakt

Die Daten von 168 Passagieren der südkoreanischen Präsidentenmaschine, darunter Präsident Lee Jae-myung, waren fünf Monate lang online einsehbar. Das Präsidialamt ermittelt.

South Korean presidential aircraft on an airport runway, illustrating the leak of passenger passport data.
Bild: 미래를 보는 창 - 전자신문

Das Präsidialamt in Seoul hat nach dem Leak persönlicher Daten von 168 Passagieren der Präsidentenmaschine Air Force One eine Notfallreaktion eingeleitet. Betroffen sind unter anderem Präsident Lee Jae-myung und seine Frau Kim Hye-kyung.

Präsidialamtschef Im Kwang-hyun leitete am Dienstag eine Dringlichkeitssitzung. Er nannte den Vorfall eine schwerwiegende Angelegenheit, die keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden dürfe. Zu klären seien der Ablauf, der Umfang der offengelegten Informationen und mögliche tatsächliche Schäden; zudem müsse die Verantwortung der beteiligten Behörden für den Umgang mit den Daten eindeutig benannt werden.

Welche Daten betroffen sind

Die Datei enthielt Passnummern, Namen in koreanischer und englischer Schreibweise, Organisationszugehörigkeit, Dienstbezeichnung und Geburtsdatum. Auf der Passagierliste stehen laut Berichten neben dem Präsidentenpaar auch hochrangige Berater wie der frühere Politikchef Kim Yong-beom und Sicherheitsberater Wi Sung-lac sowie Kabinettsmitglieder, darunter Wissenschaftsminister Bae Kyung-hoon und Klimaminister Kim Sung-whan. Auch Han Seong-sook, damals Ministerin für KMU und Start-ups und heute Premierministerin, wird genannt. Zudem sollen Mitarbeiter von Präsidialamt und Außenministerium, des Präsidentenschutzdienstes und Journalisten der Presseakkreditierung betroffen sein.

Die Datei war etwa eine Woche vor den Reisen nach Belgien, zum EU-Gipfel, zum G7-Gipfel und zum Staatsbesuch in Italien auf einer sicherheitsbezogenen Website veröffentlicht worden und blieb rund fünf Monate zugänglich.

Pässe ersetzt, Konsequenzen erwartet

Laut Präsidialamt wurden die Pässe des Präsidenten, der First Lady und der Premierministerin bereits ausgetauscht. Weitere Betroffene dürften folgen, zudem werden umfangreiche disziplinarische Maßnahmen erwartet.

Die Quelle liegt wahrscheinlich innerhalb der Regierung. Auch Korean Air, die das Flugzeug vermietet, gilt als mögliche Quelle. Das Präsidialamt geht Berichten zufolge jedoch nicht von einem internen Leck aus.

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Schlagwörter:data breachsouth koreapassport dataair force onelee jae-myungprivacy

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