Ford Privacy Promise: Keine Fahrdaten an Versicherer verkaufen
Ford sagt zu, Fahrdaten nicht an Datenhändler oder Versicherer zu verkaufen – wenige Tage nachdem GM 220 Millionen Dollar zur Beilegung von Vorwürfen zahlte.

Ford hat das „Ford Privacy Promise“ vorgestellt. Der Autohersteller verpflichtet sich darin, Informationen über das Fahrverhalten seiner Kunden weder an Datenhändler noch an Versicherungen zu verkaufen. Die Initiative soll Fahrern mehr Transparenz und Kontrolle über die Daten ihrer zunehmend vernetzten Fahrzeuge geben.
Die Ankündigung kam am Montag, nur wenige Tage nachdem General Motors zugestimmt hatte, 220 Millionen Dollar zu zahlen. Damit legt GM Vorwürfe einer Koalition von 36 Generalstaatsanwälten bei. Diese werfen dem Konzern vor, Daten zu Fahrverhalten und Standort an Datenhändler verkauft zu haben, die sie an Versicherer weitergaben.
Der Vorwurf gegen GM
Laut den Generalstaatsanwälten meldete GM zwischen 2016 und 2024 Millionen Fahrer im Programm Smart Driver an. Es wurde als Hilfe für sicheres Fahren beworben, und GM versicherte, Informationen gingen ohne Zustimmung nicht an Versicherer. Eine Recherche der New York Times ergab, dass Daten dazu, wie oft jemand fuhr, wie häufig er stark bremste oder beschleunigte und ob er Tempolimits überschritt, bei Versicherern landeten; einige nutzten sie zur Preisgestaltung. GM erklärt, die Einigung betreffe ein 2024 eingestelltes Produkt.
Fords Ansatz
Ford stellt keinen direkten Bezug zum GM-Fall her. Datenschutzchefin Kristin Jones sagte, Menschen vertrauten Unternehmen beim Umgang mit ihren Daten nicht, und Ford wolle dieses Vertrauen aufbauen. In einer Umfrage unter gut 1.000 US-Verbrauchern hielten 91 Prozent Datenschutz für sehr wichtig; 56 Prozent würden dennoch einige Daten für bestimmte Funktionen teilen.
Kunden können die Weitergabe aller vernetzten Fahrzeugdaten ablehnen. Dann entfallen jedoch Funktionen wie die Internetverbindung, das freihändige Fahrsystem BlueCruise und die Fahrzeugortung in der Ford-App. Zudem startete Ford eine Website, die erklärt, welche Daten erfasst, wie sie genutzt und wie Einstellungen geändert werden. Diese Optionen gibt es laut Ford seit Jahren, sie sollen nun verständlicher werden.
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