Grok Bot: Musk nennt Betriebskosten im Vergleich zu Umsätzen zu hoch
Elon Musk zufolge übersteigen die Kosten für xAIs KI-Agenten Grok Bot die Einnahmen deutlich. Zuvor hatten zahlende Abonnenten über schnell aufgebrauchte Wochenkontingente geklagt.

Elon Musk hat eingeräumt, dass der Betrieb von Grok Bot, dem KI-Agenten von xAI, im Verhältnis zu den Einnahmen nicht tragfähig ist. Vorausgegangen waren Beschwerden zahlender Abonnenten, deren wöchentliche Nutzungskontingente ungewöhnlich schnell aufgebraucht waren.
Mehrere Nutzer berichteten, die Verbrauchsanzeige sei in Zeiten, in denen sie Grok Bot gar nicht verwendeten, von 50 auf 100 Prozent gesprungen. Auf die Bitte eines Nutzers, das Wochenkontingent zurückzusetzen, antwortete Musk am 1. November auf X, die Kosten für den Dienst seien im Vergleich zu den Einnahmen sehr hoch. Zahlen zu den Betriebskosten oder zu den Einnahmen von Grok Bot nannte er nicht.
Was Grok Bot leistet
Grok Bot wurde im August als frühe Beta gestartet. Der Agent arbeitet auf einem eigenen virtuellen Computer und kann Apps und Online-Dienste bedienen. Er beantwortet nicht nur Fragen, sondern erledigt auch mehrstufige Aufgaben und arbeitet im Hintergrund weiter.
Angeboten wird der Dienst in bestimmten kostenpflichtigen SuperGrok- und Cursor-Abonnements. Das Kontingent für Grok Bot wird getrennt von den übrigen Grok- und Cursor-Kontingenten berechnet. Ist es erschöpft, heißt das also nicht, dass auch die anderen Nutzungsrechte in diesen Produkten aufgebraucht sind.
Finanzieller Hintergrund
Musks Aussage ist im Zusammenhang mit dem Wachstum des KI-Geschäfts zu sehen. Laut den Ergebnissen von SpaceX für das dritte Quartal erzielte die Einheit Super Intelligence 7,5 Milliarden Dollar Umsatz und 431 Millionen Dollar Gewinn. Das belegt jedoch nicht, dass Grok Bot für sich genommen wirtschaftlich tragfähig ist; Musks Kommentar zielt gerade auf das Verhältnis von Kosten und Einnahmen dieses einen Dienstes.
Offene Fragen
Für Abonnenten bleibt vieles unklar. Es wurde nicht mitgeteilt, wie hoch die Wochenlimits künftig liegen, ob bestehende Kontingente zurückgesetzt werden oder wie sich Änderungen auf die einzelnen Abostufen verteilen.
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