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Spoofing-Betrug: Frankreichs Polizei warnt vor falschen Anrufen

Frankreichs Polizeichef und Innenminister Laurent Nuñez warnen intern vor einer Welle von Spoofing-Anrufen, mit denen Betrüger Daten aus Polizeidateien erschleichen wollen.

A police officer answering a desk phone at a station while the caller ID shows a trusted number that may be spoofed.
Bild: 01net.com

Der Generaldirektor der französischen Nationalpolizei, Louis Laugier, und Innenminister Laurent Nuñez haben die Einsatzkräfte intern vor einer Zunahme von Spoofing-Betrug gewarnt. Kriminelle fälschen dabei Rufnummern, auch die von Polizeiwachen oder benachbarten Gendarmerie-Einheiten, um Beamte zur Herausgabe sensibler Informationen zu bewegen.

So funktioniert die Masche

In einem internen Telegramm heißt es, die regionalen Polizeidienststellen hätten zuletzt eine „Zunahme betrügerischer Anrufe“ festgestellt, die auf Informationen aus Polizeidateien abzielten. Beim Spoofing zeigt das Telefon des Angerufenen eine beliebige Nummer an. Laut einer beigefügten Hinweisnote verfügen die Täter über Technik, mit der sich die gewünschte Nummer auf dem Apparat einer Wache anzeigen lässt.

Die Täter beherrschten Sprache und Abläufe der Institution perfekt und scheuten „keine regelrechten Inszenierungen“, heißt es weiter. Im Beispielfall erhält ein Polizist einen Anruf, der scheinbar von der nahegelegenen Gendarmerie stammt. Die angezeigte Nummer ist echt, wurde aber gefälscht; am Telefon sitzt ein Betrüger. Hat er das Vertrauen gewonnen, kann er Auskünfte aus einer Polizeidatei verlangen. Bei Zweifeln könnte er eine technische Störung am Rechner der Wache erfinden.

Laut den internen Unterlagen dient die Methode auch dazu, Polizisten lächerlich zu machen oder zu täuschen. Täter könnten Gespräche online veröffentlichen oder die Stilllegung eines nach einem Verstoß aus dem Verkehr gezogenen Fahrzeugs aufheben lassen wollen.

Gegenanruf als Schutz

Die Beamten sollen vorrangig interne Kanäle wie den Funk nutzen und stets sowohl die Berechtigung einer Anfrage als auch die Identität des Anrufers prüfen.

Zusätzlich wird der „Gegenanruf“ empfohlen, der auch für Privatpersonen gilt. Wer eine Nummer fälscht, kann keine Anrufe an diese Nummer empfangen. Bei Verdacht auf Spoofing also auflegen und die Nummer selbst zurückrufen: Dann erreicht man die echte Person oder Behörde. Nicht zurückrufen sollte man, wenn der Anruf sehr kurz war, denn dann könnte es sich um einen sogenannten „Ping-Call“ handeln.

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Schlagwörter:spoofingpolice nationalephone scamsfrancecounter-call

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